Ruhr.2010 rückt Wehringhausen ins rechte Licht

agen. (ME, 01.05.10) Wenn die Stadt Hagen im Rahmen des „Europäischen Kulturhauptstadtjahres“ (Ruhr.2010) Mitte Juli eine Woche lang die Funktion des „örtlichen Helden“ (local hero) übernimmt, wird auch die heimische Baukunst eine größere Rolle spielen. Dies geschieht insbesondere am 20. Juli, der zum „Tag der Hagener Architektur“ ausgerufen worden ist. Zahlreiche Aktionen – Führungen, Stadtrundfahrten, Vorführungen usw. – sollen dann die Baukunst ins rechte Licht rücken.

Im Mittelpunkt des Interesses wird insbesondere auch Wehringhausen stehen. Denn allen Unkenrufen zum Trotz: In Wehringhausen ist gut wohnen. Die in der Arbeitsgemeinschaft Wohnungswirtschaft Hagen (ARGE WW HA) zusammengeschlossenen Hagener Wohnungsgesellschaften kümmern sich sehr um den Stadtteil – und das nicht erst, seit es das Kulturhauptstadtjahr gibt. So wurde eine völlige Überarbeitung des Wohnquartiers „Oller Dreisch“ (Eigentümerin: Wohnungsverein) schon vor geraumer Zeit in Angriff genommen. Und auch die EWG und die GWG haben in den letzten Jahren bereits etliche Renovierungen rund um Lange- und Eugen-Richter-Straße finanziert. Eine weitere große Baumaßnahme startet in Kürze an der Eugen-Richter-Straße, wo die GWG einige größere 50er-Jahre-Baublöcke abreißen und durch eine zeitgemäße Siedlung ersetzen wird.

EU-Spaziergang

In einige Maßnahmen sind sogar EU-Mittel geflossen. Wer hierzu Näheres erfahren möchte, sollte sich unbedingt diesen Termin notieren: Zu einem informativen Stadtteilspaziergang in Wehringhausen sind alle Europa-interessierten Bürger am Dienstag, 4. Mai, eingeladen. Europäische Fördermittel fließen in vielfältige Projekte und haben seither viel bewirkt. Die Idee hinter der Veranstaltung am Dienstag ist, Bürgern zu zeigen, was konkret mit Hilfe der Fördermittel umgesetzt wurde. Treffpunkt der um 14 Uhr beginnenden Veranstaltung ist in der Begegnungsstätte „Oller Dreisch“, Eugen-Richter Straße 21.

Hier gibt es Erfrischungen und erste Informationen über die Europaarbeit vor Ort. Der Spaziergang durch den Stadtteil führt an renovierten Hausfassaden vorbei zu einem der schönsten Hinterhöfe Wehringhausens. Dort, im Erzählcafé Altes Backhaus, erfahren die Teilnehmer bei Tee und Kaffee mehr über den europäischen Aspekt der realisierten Projekte. Da nur eine begrenzte Teilnehmerzahl an dem Rundgang teilnehmen kann, wird um eine kurze telefonische Anmeldung unter Telefon 8099-99 gebeten. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Leuchtturmprojekt

Auch der wochenkurier will in der heutigen sowie in der folgenden Ausgabe noch einmal ausführlich über Wehringhausen berichten und startet seine kleine Serie mit den Aktivitäten der „ha.ge.we“, dem Tochterunternehmen der Stadt:

Allein die „ha.ge.we“, die Hagener Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft, hat in den letzten Jahren Millionenbeträge in die Sanierung ihrer Wohnungen in Wehringhausen investiert und den traditionsreichen Hagener Ortsteil zudem durch ein beachtliches Wohnprojekt für Senioren aufgewertet: Das Amalie-Sieveking-Haus mit seinen barrierefreien Seniorenwohnungen gilt als Leuchtturmprojekt der Stadt Hagen für den Wohnungsbau im demografischen Wandel. Ferner hat die „ha.ge.we“ in vierzehn Straßen in Wehringhausen die Häuser saniert, Treppenhäuser und Fassaden renoviert, energiesparend gedämmt, Leitungen gelegt, Wohnungen und Anlagen verschönert und Balkone für ihre Mieter angebracht.

Mit ihrem Modellprojekt Amalie-Sieveking-Haus hat die „ha.ge.we“ zwölf komplett barrierefreie und zum Teil sogar rollstuhlgerechte Seniorenwohnungen errichtet, die den Mietern dank speziell gestalteter Einrichtungen auch bei zunehmendem Alter oder Krankheit den Verbleib in ihrer angestammten Umgebung ermöglichen. Damit hat das Unternehmen einen Meilenstein wegweisender Wohnkonzepte für eine moderne Stadtentwicklung gesetzt.

Allein zwischen 2005 und 2009 investierte die ha.ge.we in Wehringhausen insgesamt 3,3 Millionen Euro, um damit 321 Wohnungen renovieren zu können – eine Wohnwertsteigerung im Stadtteil, die nicht nur die Wehringhauser Mieter der ha.ge.we hoch zu schätzen wissen, sondern alle Bürger.

Engagement trägt längst Früchte

Auch die weiteren Unternehmen der Arbeitsgemeinschaft Wohnungswirtschaft Hagen engagieren sich in ähnlicher Weise – neben der ha.ge.we sind dies die Gemeinnützige Wohnstätten-Genossenschaft (GWG), der Wohnungsverein und die Eisenbahner-Wohnungsgenossenschaft (EWG). Dieses Engagement trägt längst Früchte. Nicht nur die alteingesessenen Bewohner des vor allem in der Gründerzeit ausgebauten Ortes wissen es: Wehringhausen ist ein intakter Stadtteil mit eigener Identität, der über ein attraktives Zentrum mit guter Infrastruktur verfügt und Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, ärztliche Versorgung und Verkehrsanbindung bietet. Hier lässt es sich leben…

(wird fortgesetzt)