Ruhrtal-Radweg bleibt Touristik-Zugpferd

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Symbolfoto (Foto: pixabay)

Hagen/Wetter. Der RuhrtalRadweg schreibt seine Erfolgsgeschichte fort: Auf der Ruhrtal-Radweg-Konferenz unlängst in Holzwickede zeigte sich, dass alle Kooperationspartner auch nach zwölf Jahren von dem beliebten Flussradweg überzeugt sind. Die Finanzierung konnte zum dritten Mal in Folge für weitere fünf Jahre sichergestellt werden. 23 Kommunen (darunter Hagen und Wetter), fünf Kreise und drei Verbände beteiligen sich als Kooperationspartner am Ruhrtal-Radweg.

Seit 2006 belebt der 240 Kilometer lange Ruhrtal-Radweg zwischen Winterberg und Duisburg den Tourismus im Tal der Ruhr. Partnerbetriebe am Wegesrand vermelden ordentliche Umsatzsteigerungen, im Einzelfall von über 40 Prozent. Der Ruhrtal-Radweg ist damit eines der ganz wichtigen Zugpferde für den Radtourismus in Nordrhein-Westfalen und nach wie vor einer der beliebtesten Radfernwege Deutschlands.

Bei der ADFC-Travelbike-Rad­reiseanalyse rangiert er seit Jahren in den Top drei. Die solide Grundfinanzierung und die Erneuerung der Kooperationsvereinbarungen gehörten zu den Hauptzielen der Ruhrtal-Radweg-Konferenz im alten Ritterhaus Opherdicke, damit die erforderlichen Marketingmaßnahmen auch in den kommenden Jahren realisiert werden können.

Es tut sich einiges am Ruhrtal-Radweg. So wird der Radweg zu Beginn der kommenden Saison komplett mit dem neuen Knotenpunktsystem ausgestattet sein. Die noch fehlenden Abschnitte im südlichen Ruhrgebiet werden derzeit durch den Regionalverband Ruhr (RVR) fertiggestellt.

Eine besondere Auszeichnung hat der Bahnhof Winterberg als Startpunkt des Ruhrtal-Radwegs in diesem Jahr erhalten: Der Neubau ist der „Bahnhof des Jahres 2018“. Radfahrer finden hier unter anderem eine Schließfachanlage für überschüssiges Gepäck und Aufladestationen für ihre E-Bikes vor. Auch der Zielpunkt des Radwegs in Duisburg hat sich zum Positiven verändert. Die Zuwegungen zum „Rheinorange“­-Denkmal wurden asphaltiert, zahlreiche neue Rast- und Sitzgelegenheiten geschaffen und einige Gefahrenpunkte auf dem finalen Kilometer deutlich entschärft.

Im Sauerland wie im Ruhrgebiet zeigt man sich gleichsam zufrieden mit der Entwicklung der vergangenen Jahre und dem Ergebnis der Holzwickeder Konferenz: „Der Ruhrtal-Radweg schafft es auf einzigartige Art und Weise, das landschaftlich reizvolle Sauerland mit dem industriekulturellen Angebot in der Metropole Ruhr zu verbinden. Davon haben sich Millionen Radfahrer in den vergangenen Jahren überzeugt – und es werden immer mehr“, schwärmen Thomas Weber, Geschäftsführer des Sauerland Tourismus, und Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH.