Rumänische Polizei kontrolliert Landsleute

Hagen. (san) Viel zu tun für  Polizei und Behörden gab es in dieser Woche, die ganz im Zeichen der Kriminalitätsbekämpfung – aber leider auch wieder der Unfälle – stand.

Razzia

Zwangsabmeldung von 60 Personen – das ist das Ergebnis einer großangelegten Überprüfungsaktion von Polizei, Ordnungsamt, Ausländerbehörde und Jobcenter am vergangenen Dienstag. Die vornehmlich aus dem rumänischen Sprachraum stammenden Menschen waren allesamt adresslich gemeldet ohne tatsächlich in den angegebenen Häusern zu wohnen. Für die Betroffenen bringt das den Entzug städtischer Leistungen mit sich.

Bei dieser Kontrolle waren rumänische Polizisten unterstützend im Einsatz. Das ist seit einem EU-Abkommen von 2005 möglich. Auch wurden Strafanzeigen wegen Diebstahls und Entziehung elektrischer Energie gestellt. Zudem wurden 16 originalverpackte Smartphones gefunden und sichergestellt. Diese stammen vermutlich aus Straftaten.

Polizeipräsident Wolfgang Sprogies war ebenfalls vor Ort und sprach mit den Einsatzkräften. Dabei bedankte er sich besonders bei den rumänischen Polizisten für ihre Hilfe und ihr Engagement.

Landesweite Kontrolle

Gleich am nächsten Tag beteiligte sich die Hagener Polizei an einer landesweiten Aktion zur Straßen- und Eigentumskriminalität.

Bei dem Einsatz am Mittwoch, bei dem rund 120 Beamte eingesetzt waren, wurden insgesamt 512 Personen und 486 Fahrzeuge kontrolliert. Es wurden fünf Strafanzeigen geschrieben, davon drei im Bereich des Hauptbahnhofes wegen Betäubungsmitteldelikten. Ein 21-jähriger Hagener wurde in der Ernst-Eversbusch-Straße beim Fahren unter Drogeneinfluss erwischt. Darüber hinaus wurden eine Strafanzeige und acht Ordnungswidrigkeiten wegen Verkehrsverstößen gefertigt, sowie 54 Verwarnungsgelder erhoben.

Der traurige Geschwindigkeitsrekord wurde durch einen 40-jährigen Hagener aufgestellt, der mit seinem Pkw mit 91 km/h bei zugelassenen 50 km/h auf der Volmetalstraße unterwegs war. Ebenfalls auf der Volmetalstraße raste ein 27-Jähriger mit seinem Motorrad mit 84 km/h durch die Kontrollstelle.

Sechs Personen konnten aufgrund von Haftbefehlen festgenommen werden, bei einem 35-Jährigen wegen schweren Bandendiebstahls.

Am Rande des Einsatzgeschehens bemerkten Polizisten im Bereich der Einmündung Feithstraße/Flensburgstraße  einen bewusstlosen 87-jährigen Mann. Zwar gelang es zunächst noch ihn zu stabilisieren und ins Krankenhaus zu bringen. Dort verstarb er aber  kurze  Zeit später.

Radler unter Drogen

Eine 43-jährige Frau wurde bei einem Verkehrsunfall am Montagnachmittag schwer verletzt. Die Hagenerin befand sich gegen 15.30 Uhr im Bereich des Friedrich-Ebert-Platzes in der Fußgängerzone, als sie plötzlich mit einem 24-jährigen BMX-Radfahrer zusammenstieß. Beide kamen zu Fall. Während sich die 43-Jährige verletzte, blieb der 24-Jährige unverletzt. Ein Drogentest verlief bei ihm positiv und der Mann musste wegen einer Blutprobe zur Wache.

Die Frau wurde in ein Hagener Krankenhaus gebracht.

Reh stirbt bei Unfall

Ein tragisches Ende nahm ein Verkehrsunfall mit einem Reh am Montagabend am Volmeabstieg.

Ein 45-jähriger Hagener befuhr mit seinem Motorrad den Abstieg in Richtung Eilpe und stieß mit einem Reh zusammen. Der Kradfahrer kam daraufhin zu Fall, rutschte über die Fahrbahn und verletzte sich glücklicherweise nur leicht. Das Reh zog sich tödliche Verletzungen zu. Es entstand ein Sachschaden von rund 3.000 Euro.