Schafe sind Kumpmanns Passion

Haspe. (anna) Viele Menschen bleiben dieser Tage an den Weiden entlang der Gabelsberger Straße am Stadtrand von Hagen stehen und staunen. Denn die vielen Schafe des passionierten Züchters Horst-Dieter Kumpmann bringen derzeit ihre Jungen zur Welt. 15 kleine Lämmer wurden bereits geboren und bieten Spaziergängern ein idyllisches Bild. Mit weiteren Geburten rechnet der 67-jährige Rentner jetzt an den Osterfeiertagen.

Gerade einmal zwei Tage alt sind diese Weißkopf-Osterlämmer des Schafzüchters Horst-Dieter Kumpmann. Auch an den Ostertagen werden noch einige Jungtiere das Licht der Welt erblicken. (Foto: Anna Linne)

Die Liebe zu den blöckenden Vierbeinern bekam Horst-Dieter Kumpmann von dem Großvater in die Wiege gelegt. Seit über 30 Jahren hegt, pflegt und züchtet der Schafs-Liebhaber die blöckenden Artgenossen, die durch gute Behandlung äußerst zahm geworden sind.

„Außer den Weißkopfschafen, die jeder kennt, halte ich noch Suffolkschafe“, berichtet Kumpmann, „das ist eine frühreife, fruchtbare Fleischschafrasse mit guten Muttereigenschaften und sehr hohen Leistungen, für Koppel- und Hütehaltung. Sie stammen aus Großbritannien“, weiß der Rentner.

Von einem Züchter aus der Pfalz erstand Horst-Dieter Kumpmann zwei russische Romanov-Schafe, die sogar zweimal im Jahr Lämmer werfen. „Sie haben eine sehr dunkle Wolle, sind anspruchslos und unempfindlich, sowohl was das Wetter als auch die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten betrifft“, weiß der Schafliebhaber. „Sie ertragen Kälte und große Temperaturschwankungen. In Russland kommen sie mit Wintertemperaturen von -25-30 Grad genauso zurecht wie mit heißen Sommern. Die Lämmer werden schwarz geboren.“

Bereits um vier oder fünf Uhr am Morgen schaut der Rentner nach seinen Tieren. Vor allem, wenn die Schafe Junge gebären, ist er stündlich zur Stelle. „Manchmal liegen die Lämmer nicht richtig und das Muttertier braucht Hilfe“, berichtet Kumpmann, der sein Hobby über alles liebt.

„Früher war ich im Außendienst tätig, also immer auf Achse. Da waren die Schafe der ideale Ausgleich zu meinem anstrengenden Job. Jetzt als Rentner kann ich mich ihnen total widmen. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen.“