Schirmherr am Vorlesetag

Hagen. (AnS) Der heimische Bundestagsabgeordnete Rene Röspel ist in der Volmestadt Schirmherr des bundesweiten Vorleseaktionstag. Der Politiker liest am 20. November 2015 zwei Grundschulklassen die Geschichte von „Rosie und Moussa“ vor. Ob er gerne liest, was er von der Aktion hält, was sein Lieblingsbuch ist – der Wochenkurier sprach darüber mit dem Hagener Politiker:

Wk: Welche Bedeutung hat Lesen für Sie?

Röspel: Lesen ist selbstverständlich sehr wichtig. Ich lese immer noch sehr viel, allerdings in der Regel Fachliteratur. (Seinen) Kindern vorzulesen, ist etwas Besonderes, denn man kann mit den Kindern für ein paar Minuten in eine eigene, kleine Welt eintauchen…

Wk: Welche Kindheitserinnerungen haben Sie ans Lesen und Vorlesen?

Röspel: Meine Eltern haben mir nach meiner Erinnerung nicht vorgelesen, wohl, weil sie wenig Zeit hatten. Dafür hatte ich einen fünf Jahre älteren Bruder – das war einfach Klasse, wenn er mir abends heimlich mit der Taschenlampe unter der Bettdecke Comics vorgelesen hat – wenn wir doch eigentlich schon schlafen sollten…

Wk: Haben Sie Ihren Kindern auch vorgelesen? Gab es da ein „Vorlese-Lieblingsbuch“?

Röspel: Leider habe ich auch viel zu wenig Zeit zum Vorlesen gehabt, weil ich ja auch viel in Berlin sein muss. Umso mehr habe ich es genossen, denn beim Vorlesen können Eltern und Kinder ganz für sich und ganz nah sein. Bis vor ein paar Jahren war mein Hauptgeschenk für meine Kinder zu Weihnachten eine von mir ausgedachte und (meist ziemlich schnell in der Nacht davor) gezeichnete, kleine Geschichte, die ich dann Heiligabend gemeinsam mit den Kindern gelesen oder vorgelesen habe – ich hatte den Eindruck, dass das ganz gut angekommen ist, denn ich musste sie danach häufiger vorlesen. Ansonsten war zum Beispiel der Maulwurf Grabowski immer sehr beliebt…

Wk: Was bedeutet diese Schirmherrschaft für Sie?

Röspel: Ich darf Kindern etwas vorlesen und das ist eine sehr schöne Abwechslung vom Alltag, die mir und hoffentlich auch den Kindern viel Spaß macht! Vielleicht regt das ja auch einige Väter und Mütter an.

Wk: Finden Sie heute noch die Zeit für ein gutes Buch?

Röspel: Leider selten. Aber ich lese sowieso keine Romane, sondern eher Fach- oder Geschichtsbücher.

Wk: Ihr Lieblingsbuch als Kind und heute als Erwachsener?

Röspel: Als Kind habe ich am liebsten Asterix und Obelix und Tim und Struppi gelesen (und nachgezeichnet). Sicher am nachhaltigsten beeindruckt hat mich vor Jahrzehnten Franz Alt mit seinen Gedanken zur Bergpredigt in „Frieden ist möglich“ und Rachel Carsons „Stummer Frühling“.