Schnauzer gegen Krebs „Movember“-Party im Kultopia

Hagen. (je) Tobias Prinz ist zwar „nur“ Hobbyläufer, konnte
aber schon einige Erfolge sammeln und setzt sich dabei gerne für gute Zwecke
ein. Der Wochenkurier berichtete beispielsweise über seinen Marathon-Spendenlauf
in Münster vor einigen Jahren.
Im April dieses Jahres gründete der 29-Jährige das Laufteam „Pace Pack
Runners“, in dem derzeit 80 Laufbegeisterte aus Deutschland, Österreich und der
Schweiz unabhängig von Alter oder Leistungsklasse organisiert sind, um gemeinsam
Spaß am Sport zu haben.
Schicksalsschlag
„Einer meiner ältesten Freunde hat vor ein paar Wochen eine Krebsdiagnose
bekommen“, erzählt Prinz. Er steht fast täglich mit dem ebenfalls 29-Jährigen in
Kontakt und kam so auf die Idee, dass auch junge Menschen auf Krebsrisiken
hingewiesen werden müssen. So stieß er dann auf die Aktion „Movember“.
Schnauzbart als Symbol
Die Initiative will besonders die Forschung und Aufklärung zu Hoden- und
Prostatakrebs unterstützen und hat als Symbol wie auch als symbolische Geste
einen Oberlippenbart gewährt.
Viele Prominente, insbesondere Sportler, lassen sich den November über einen
Schnurbart (Englisch: „Mustasch“) wachsen. Auf Partys und anderen
Veranstaltungen werden dann Spenden gesammelt, die den Aufklärungs- und
Forschungszwecken zugute kommen.
Unterstützt wird „Movember“ hierzulande besonders von den Profis der
deutschen Eishockeyligen, aber auch beispielsweise von den
Fußballbundesligaspielern Dominic Maroh (1. FC Köln) und Roman Neustädter
(Schalke 04).
Besonders wichtig ist der Organisation, dass die Leute sich bewusst machen,
dass ein gesunder Lebensstil wichtig ist und dazu auch Bewegung gehört. Und das
passt natürlich thematisch auch perfekt zu einem Laufteam.
Party in Hagen
So hat Tobias Prinz kurzerhand den Saal des städtischen Jungendkulturhauses
Kultopia gemietet und einen DJ engagiert, um am Samstag, 5. November, ab 22 Uhr
für den guten Zweck zu Partymusik der 90er Jahre zu feiern.
Nach Deckung der Kosten sollen sämtliche Einnahmen des Abends in voller Höhe
gespendet werden. „Mein persönlicher Wunsch wäre es, der Organisation mindestens
500 Euro durch diese Aktion zu spenden und eine coole Party zu feiern“, erklärt
Organisator Prinz. Wer dabei sein will, muss sich natürlich keinen
Oberlippenbart wachsen lassen. Prinz: „Wir freuen uns aber über jeden der sich
durch dieses Symbol mit der Aktion verbunden zeigt. Ansonsten haben wir auch ein
paar Bärte zum Aufkleben in unserer Fotoecke.“
Karten und Spenden
Für alle, die die Aktion unterstützen wollen, aber keine Lust auf eine
90er-Jahre-Party haben, haben sich die Veranstalter etwas besonderes einfallen
lassen: in der Vorverkaufsstelle „Tabak Prinz“ am Volkspark, Karl-Marx-Straße
10, gibt es neben den normalen Eintrittskarten auch „Supporter“-Karten. Diese
kosten 5 Euro, berechtigen aber nicht zum Eintritt, sondern als reine Spende
gedacht.
Die regulären Eintrittskarten zu ebenfalls 5 Euro sind ebenfalls bei „Tabak
Prinz“ sowie direkt im Kultopia, Konkordiastraße 23-25, erhältlich.