Schon wieder Gold für Malgorzatas Zuckerkunst

Hagen. (AnS) Sie wirkt filigran, beinahe zerbrechlich, die
weiße Kutsche aus Zuckerguss, von zwei Pferden majestätisch gezogen. Sie ist ein
Hingucker auf einer Torte, die Malgorzata Adamczyk neulich kreierte und mit der
die Zwölfjährige mal wieder die Juroren begeisterte und Goldmedaillen absahnte.

Die junge Hasperin hat ein ganz besonderes Hobby: Sie beschäftigt sich in
ihrer Freizeit mit Zuckerkunst. Abgeguckt hat sie sich die Technik von ihrer
Mutter, die ihre Tochter mit der Leidenschaft ansteckte.
Die bunten Motive denkt sich die Gesamtschülerin selber aus: Ob Halloween,
Zirkus, chinesische oder winterliche Motive à la Andersons Märchen, oft sitzt
sie monatelang an der Herstellung und den detailreichen Figuren.
In der Regel sind bei den Wettbewerben Themen vorgegeben: Unter dem Motto
„Allerlei Drachen“ fertigte sie zum Beispiel eine chinesische Lampe, die drei
Kawai-Drachen schmückt.
Zweimal Gold
Auf diversen Veranstaltungen stellt sie ihre Werke dann vor. In Hannover bei
der „Cake World Germany“ und zuletzt im polnischen Katowice beim „Cake Festival
Poland“ konnte sie in der Kategorie „Best of Class“ zwei Goldmedaillen
ergattern. Lohn für die langen Mühen. Denn die Konkurrenz ist groß und die Jury
hart.
Außer dem Tortengerüst aus Styropor muss alles essbar sein, es dürfen keine
Drähte oder Holzstäbe verwendet werden. Bewertet werden dann Sauberkeit,
Präzision, Originalität und Kreativität.
Zeichnen mit Tülle und Zuckerguss
„Am Anfang steht die Idee“, erzählt ihre Mutter über ihre Tochter, die sich
auch schon mal Anregungen im Internet holt. Dann zeichnet Gosia, wie sie
liebevoll von ihrer Familie genannt wird, einen Entwurf auf ein Blatt Papier.
Für die Märchen-Torte entwarf sie eine Kutsche, die mit Royal Icing umgesetzt
wurde – einer Spritzglasur-Mischung aus Eiweiß und Puderzucker, die mit Hilfe
einer feinen Tülle auf eine Folie gespritzt wird.
„Kleinere Elemente wie Hände oder Füße werden später zusammengesetzt.“ Eine
Methode, die sehr aufwändig ist und Zeit in Anspruch nimmt. Drei Tage hat sie
alleine an der Figur gesessen. Ein Hobby, das sie wirklich gerne macht. „Aber
jetzt macht sie erst Mal eine Pause, in nächster Zeit ist die Schule dran.“
Nächster Wettbewerb ist in Dortmund
Der nächste Wettbewerb steht im Mai in Dortmund an, mal sehen, was die
Zwölfjährige, die in wenigen Tagen ihren 13. Geburtstag feiert, dann zaubern
wird.