Schüler beraten Schüler: Ein Tag voller Berufe

[1/2] Die Auszubildenden im Handwerk und der Industrie hatten viel zu erzählen. So auch Justin Hartmann (3.v.l) und Sven Leber (r.). (Foto: Belana Klein) [2/2] Ajleen Wolf (v.r.) informierte sich bei den Gastronomie-Auszubildenden über das Berufsbild. (Fo

[1/2] Die Auszubildenden im Handwerk und der Industrie hatten viel zu erzählen. So auch Justin Hartmann (3.v.l) und Sven Leber (r.). (Foto: Belana Klein) [2/2] Ajleen Wolf (v.r.) informierte sich bei den Gastronomie-Auszubildenden über das Berufsbild. (Fo

von Belana Klein
Hagen. Während die beiden Gesamtschüler Dean Alexander Eickelmann und Francesca Sander in der Empfangshalle noch die Übersichtskarte der vorgestellten Ausbildungsberufe studieren, werden in den verschiedenen Klassenräumen schon zahlreiche Gespräche rund um Berufswünsche geführt. Die beiden Zehntklässler sind zwei von annähernd 3.000 Schülern der Klassen 8 bis 10, die den 23. Hagener Berufsschultag am vergangenen Donnerstag an der Kaufmannsschule II in Elsey nutzten, um wichtige Informationen für den zukünftigen Berufsweg zu sammeln.
Dean Alexander Eickelmann möchte einen Beruf in der Medizin, vielleicht als Notarzt, anstreben. Francesca Sander ist noch sehr gespalten. Sie kann sich das Labor wie auch ein Büro als Arbeitsplatz vorstellen.
Gastronomie: Azubis gesucht
Abiturientin Ajleen Wolf sitzt da bereits in einem Gespräch mit Auszubildenden der Gastronomie. Obwohl sie aus dem Freundeskreis weiß, dass die Arbeit mitunter höchst anstrengend sein kann, erfragt sie hier die positiven Seiten dieser Branche. Und in der Tat – die gibt es. Da der Bedarf an Arbeitskräften in der Gastronomie sehr groß ist, die Arbeitszeiten hingegen oft abschrecken, finden Bewerber schnell eine Zusage.
Das bestätigt Antje Weimer, Fachlehrerin des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs für den Gastronomiebereich. Allerdings weiß sie auch um die hohe Abbrecherquote. „Man muss flexibel, sozial kompetent, belastbar und dazu noch teamfähig sein.“
Die Käthe-Kollwitz-Berufsschüler vermitteln aber an diesem Informationstag der fünf Hagener Berufskollegs auch einen positiven Eindruck von ihrem Job, der Menschen wie Ajleen Wolf durchaus zu überzeugen vermag.
Laut Weimer ist die Systemgastronomie zunächst kein Wunschberuf, hier rutschen die meisten jungen Leute über verwandte Berufsgruppen wie Koch oder dem Restaurantservice hinein. „Während hier vorwiegend Männer vertreten sind, lassen sich Frauen in dieser Branche meist zur Hotelfachfrau ausbilden.“
Anregung für Vieles
Ab in den nächsten Gebäudetrakt, zu Handwerk und Industrie. Hier steht Sven Leber, der den Beruf des Metallbauers erlernt, den jungen Schülern Rede und Antwort. Die Idee, Metallbauer werden zu wollen, ist dem heutigen Auszubildenden im 3. Lehrjahr genau auf so einem Berufsschultag gekommen.
Justin Hartman, ebenfalls im 3. Lehrjahr, will den Beruf des Konstruktionsmechanikers ergreifen. Dass er sich schon gut auskennt in seiner Materie, beweist sein kompetentes Erzählen über seine Arbeit im Ausbildungsbetrieb.
Bei den über 100 vorgestellten Ausbildungsberufen gab es für die zahlreichen Hagener Schülerinnen und Schüler viele Anregungen für die zukünftige Berufswahl, gleich mit welchem Schulabschluss. So war zum Beispiel auch die Polizei vor Ort. Dort gab es sehr viele Nachfragen, der Andrang war entsprechend groß.