Schülerwettbewerb: „Wie soll ich heißen?“

Lea stellt das kleine Kälbchen vor

Lea stellt das kleine Kälbchen vor, das am letzten Samstag auf ihrem Hof in Ennepetal-Rüggeberg geboren wurde und nun fragt: „Wie soll ich heißen?“ (Foto: wlv)

Hagen/EN-Kreis. Was wären der Ennepe-Ruhr-Kreis und die Stadt Hagen ohne die schwarzbunt und rotbunt gefleckten Vierbeiner? Rund 4500 Milchkühe wurden bei der letzten Zählung im November 2016 im Kreis Ennepe-Ruhr/Hagen gezählt. Sie stehen in den Ställen und auf den Weiden von knapp 80 Landwirten und Landwirtinnen. Einmal im Jahr ist ihnen ein besonderer Tag gewidmet: Am 1. Juni wurde in vielen Ländern der Erde der „Internationale Tag der Milch“ gefeiert.

„Wir leben hier von und mit den Kühen, doch leider sinkt die Zahl der Milchkuhhalter im Ennepe-Ruhr-Kreis und Hagen – wie im gesamten Bundesgebiet – kontinuierlich“, sagt Dirk Kalthaus, der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ennepe-Ruhr/Hagen.
Problem: Niederige Milchpreise
Auch im letzten Jahr hätten aufgrund der niedrigen Milchpreise abermals Landwirte die Milchkuhhaltung aufgegeben. „Das war für die betroffenen Bauernfamilien in der Regel kein leichter Schritt, denn unsere Milchkuhhalter sind mit viel Herzblut bei der Sache. Bevor die Kühe den Stall für immer verlassen, hat man meist schlaflose Nächte hinter sich“, sagt Kalthaus.
Obwohl sich die Milchpreise im Vergleich zum letzten Jahr erholt hätten, seien sie immer noch zu niedrig, so der Vorsitzende. „Da wir bei allen Milchprodukten aber aktuell eine gute Nachfrage bei gleichzeitig geringerer Milchanlieferung haben, hegen wir die Hoffnung, dass der Milchpreis weiter anziehen wird“, ist Kalthaus optimistisch.
Schülerwettbewerb
Außerdem ist die Herkunft von Trinkmilch, Joghurt und Co. für viele Kinder heute nicht mehr selbstverständlich. Deshalb ruft der Landwirtschaftliche Kreisverband Ennepe-Ruhr/Hagen zum Tag der Milch alle Schulkassen zur Bauernhoferkundung auf.
„Die Zeit bis zu den Sommerferien kann gut genutzt werden, um Bauernhöfe zu besuchen und das Klassenzimmer mit dem Kuhstall zu tauschen“, sagt Kalthaus. „Wir möchten Schüler aller Altersgruppen und Schultypen auf unsere Höfe einladen. Kinder und Jugendliche können dort mit allen Sinnen Natur, Umwelt und die Herkunft des Nahrungsmittels Milch erleben“, so Kalthaus. Informationen gibt es unter www.bauernhof.net.
Dort findet man auch die Höfe, die in der Region ihre Tore für Schulklassen öffnen.
Namenssuche für das Kälbchen
Und hierzu haben sich die Landwirte etwas Besonderes ausgedacht: Ein kleines weibliches Kalb, das am Samstag, 27. Mai, auf dem Hof Kalthaus geboren wurde, hat noch keinen Namen. „Wie soll ich heißen?“ fragt es nun alle Schüler und Schülerinnen in Hagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis. „Wie der Name meiner Mutter, sollte auch mein Name mit einem ‚I‘ beginnen.“ Schulklassen senden ihren Namensvorschlag per Mail an: petra.drees-­hagen@wlv.de. Die drei schönsten Namen werden prämiert. Die Gewinnerklassen können wählen zwischen einem leckeren Milchfrühstück für die ganze Klasse und der Erstattung der Buskosten zum Bauernhofbesuch.