Schüsse, Pleite, Feuer – Das war Hagens Woche

Hagen. (hc) In dieser Woche haben vor allem zwei Meldungen
die Volmestadt bewegt. Zum einen der Gang von Basketball-Erstligist Phoenix
Hagen zum Amtsgericht, um die Insolvenz zu beantragen. Zum anderen der tödliche
Schuss einer Polizistin auf einen bewaffneten Angreifer.
In der Nacht zum Freitag brannte es zudem in der Flüchtlingsunterkunft in
Hohenlimburg in der Unternahmer Straße.
Feuervögel in finanziellen Nöten
Am Montag gab es die ersten Gerüchte und am Mittwoch folgte die offizielle
Bestätigung – Phoenix Hagen fehlt Geld. Nach fünf Spieltagen hat der neue
Geschäftsführer Patrick Seidel die Notbremse gezogen und beim Amtsgericht die
Planinsolvenz beantragt.
Damit soll der Spielbetrieb in der laufenden Saison aufrecht erhalten werden
– allerdings werden anhaltende Erfolgslosigkeit in Kauf genommen werden müssen.
Die Feuervögel wurden von fehlenden Sponsoreneinnahmen und ausbleibenden
Zuschauerzuspruch kälter erwischt als zuvor angenommen.
Nach dem sportlichen Abstieg soll in der ProA dann ein Neustart hingelegt
werden, der auf einer soliden finanziellen Basis steht.
Tödlicher Schuss
Es ist für viele Polizisten eher eine Horrorvorstellung, die Waffe im Dienst
abzufeuern. Doch die Entscheidung muss in kürzester Zeit getroffen werden. So
auch bei dem Fall am Dienstag, als ein mit einer Machete bewaffneter Mann in der
Schwerter Straße in einem Versicherungsbüro einen 49-Jährigen schwer verletzte.
Das Opfer floh in einen nahegelegenen Imbiss, wo der Besitzer ihn zunächst
versorgte und vor den Augen seines Verfolgers verbarg.
Die gerufene Polizei stellte den Angreifer, doch als sich dieser weigerte,
seine Waffe fallen zu lassen und stattdessen die Beamten attackierte, schoss
eine 24-jährige Polizistin auf den Mann. Wie die Obduktion in Dortmund ergab,
war der Mann auf der Stelle tot. Aus Neutralitätsgründen wurde vorsorglich das
Präsidium Wuppertal mit den Ermittlungen beauftragt.
Brand in Hohenlimburg
In einer Flüchtlingsunterkunft in Hohenlimburg brach in der Nacht zu Freitag
ein Feuer aus.
Eine junge Mutter versuchte einen Suizid zu begehen und hatte zuvor noch
Feuer gelegt. Die anderen Bewohner der Unterkunft bemerkten den Rauch und
alarmierten die Feuerwehr.
Die junge Brandstifterin wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Ihr
dreijähriger Sohn befand sich, so die Hausbewohner, zur gleichen Zeit in einem
Nachbarzimmer und wurde von den Hagener Rettungskräften gerettet.
Wegen der Rauchentwicklung mussten die anderen Bewohner die Unterkunft
räumen. Während des Einsatzes wurde die Unternahmer Straße komplett für den
Verkehr gesperrt.