Schweinejagd und Grippe

Hagen. (Red.) Dass Hagen in dieser Woche überregional für Aufsehen und Schlagzeilen sorgte, war einem verirrten Wildschwein vom Goldberg zu verdanken.

Dienstagnachmittag: Durch den Seiteneingang des Kaufhauses Galeria Kaufhof an der Kampstraße suchte sich das Tier panisch seinen Weg und gelangte durch den Haupteingang in die belebte Fußgängerzone. Das rund 40 Kilo schwere Schwein demolierte einige Fensterscheiben, bevor es in einen Kiosk eindrang.

Zu diesem Zeitpunkt gab es keine Hinweise über Verletzte. Um allerdings eine drohende Gefahr abzuwehren, mussten die alarmierten Polizisten das Tier mit der Dienstwaffe erlegen. Später wurde bekannt, dass am Stadtgarten ein Mann von dem  Tier von seiner Leiter gestoßen wurde und sich ein Kind in der Fußgängerzone eine leichte Beinverletzung zuzog.

Überläufer nennt der Jäger ein heranwachsendes Wildschwein. Es kann sein, dass dieser „halbstarke“ Schwarzkittel von seiner Rotte verstoßen worden ist oder aber vielleicht von einem Hund aufgeschreckt wurde.

Viele Kranke

Auch in dieser Woche setzte die Grippewelle der Stadtverwaltung zu, die Bürgerämter in Boele und Hohenlimburg blieben weiterhin geschlossen, nachdem dies schon in der Woche zuvor der Fall war. Grund war der ungewöhnlich hohe Krankenstand.

Spielbrink bleibt Unterkunft

Entschieden: Die Spielbrinkschule in Haspe wird bis zum Ende dieses Jahres als Notunterkunft des Landes für die Unterbringung von Flüchtlingen weiter genutzt. Darauf haben sich die Stadt Hagen und die Bezirksregierung Arnsberg verständigt.

Nach der bisherigen Landesplanung sollte bis spätestens 31. August  2016 die Spielbrinkschule mit 300 Plätzen leergezogen werden. Parallel dazu war angedacht, die Aufnahmekapazität der Könemann-Halle in Delstern schrittweise auf 800 Plätze zu erhöhen.

Mittlerweile steht allerdings fest, dass dort aus bautechnischen Gründen insgesamt nur gut 730 Plätze geschaffen werden können. Vor diesem Hintergrund wird die Spielbrinkschule, die seitens der Stadt derzeit nicht für den Schulbetrieb vorgehalten werden muss, vier Monate länger als Notunterkunft am Netz bleiben.