Siedlung in der Pappelstraße

Hagen. Eine Flut von Anrufen und Mails früherer und heutiger Bewohner erreichte den Hagener Heimatbund zum Suchbild, das am 24. Juli 2013 im wochenkurier abgedruckt war. Und diesmal lagen alle richtig.

Der erste Anrufer war der ehemalige Schulamtsleiter Horst Riepe. Er konnte aus der Zeit der Erbauung der Siedlung und aus seiner Kindheit im Bereich Pappelstraße/Bauroth viel erzählen und sogar noch die Namen der Erbauer und Erstbewohner benennen. Die kleine Siedlerstelle mit sechs Häusern war in den 20er Jahren an der Pappelstraße auf dem Gelände einer ehemaligen Ziegelei entstanden. Die heutige Adresse ist Auf dem Kuhl.

Für die Kinder der Gegend war das umliegende Gelände der schönste Abenteuerspielplatz, von dem viele Anrufer berichteten. In der Nachbarschaft lagen zwei Teiche, wo man im Sommer Stichlinge fangen und im Winter Schlittschuh laufen konnte. Das nahe gelegene Waldstück bot die schönsten Verstecke. Dort fühlten sich die Kinder auch vor den Bomben und Tieffliegern der letzten Kriegsjahre sicher.

Und in den umliegenden Bauernhöfen gab es für Kinder immer etwas zu entdecken. So wurde viel von einer schönen Jugend gesprochen, von entbehrungsreicher Zeit war nicht die Rede.

Der Hagener Heimatbund und der wochenkurier danken für die vielen Beiträge und Berichte, die ein bisher ungedeutetes Foto von Johann Janßen aus dem Jahr 1934 wieder lebendig werden lassen.