Slalomkart: Keine Vorführung

Vorführen darf er seinen Slalomkart-Sport zwar nicht. Tim Sechtin freut sich dennoch auf den City-Autosalon in der Hagener Innenstadt. (Foto: Michael Eckhoff)

Hagen. (as) Tim Sechtin strahlte mit der Sonne um die Wette. In voller Rennmontur saß er in seinem Slalomkart und gab fachmännisch Auskunft über seinen Sport. Tim Sechtin war dabei, als Rolf Brüggemann, Obermeister der Kfz-Innung Hagen/ Ennepe-Ruhr, in dieser Woche all die Teilnehmer des 23. City-Autosalons vorstellte. Zu diesem Zeitpunkt hoffte er immer noch, während der bunten Schau rund um Automobil auch die Slalom-Künste der Jugendgruppe des Hagener Automobil-Clubs vorführen zu können. Doch daraus wird leider nichts. „Zu gefährlich“ hieß es seitens der Stadt. So werden Tim Sechtin und seine Slalomkart-Freunde sich damit begnügen müssen, ein Kart zu Schau zu stellen und Rede und Antwort zu stehen.

Training ist Verkehrserziehung

„Gefährlich ist an dem Slalomkart-Sport überhaupt nichts“, sagt Günter Spindeler, Vorsitzender des Hagener Automobil-Clubs, unter dessen Fittichen auch die Jugendgruppe trainiert. „Bei uns wird schließlich nicht in Geschwindigkeit gemacht. Es geht ausschließlich um die Geschicklichkeit.“ Die jungen Leute zwischen acht und 18 Jahren kurven fehlerfrei um Hindernisse herum. „Die machen das so gut, dass wir Erwachsenen neidisch werden können“, sagt Tims Vater Jürgen Sechtin. „Das Slalomkart-Training“, davon ist er überzeugt, „dient der Verkehrserziehung.“ Denn: Wer ein Fahrzeug schon in ganz jungen Jahren aus dem Effeff beherrscht, ist später viel schneller ein sicherer Verkehrsteilnehmer im Auto.

Mit 6,5 PS ist so ein Slalomkart übrigens ausgestattet. Genug, um auf der Slalomstrecke flink um die Kurven zu flitzen. Auf gerader Strecke wäre solch ein Slalomkart durchaus in der Lage, auf Tempo 50 zu beschleunigen. „Aber das ist bei uns nicht drin“, sagt Günter Spindeler. „Wir betreiben ausschließlich die Verkehrserziehung auf der Slalomstrecke.“ Aber auch das macht mächtig viel Spaß. Wer Tim Sechtin zuschaut, möchte daran jedenfalls nicht zweifeln.

Richtiges Verhalten beim Überschlag

Auch wenn’s nicht mit der Präsentation der Slalom-Jugendlichen geklappt hat – natürlich ist der Hagener Automobil-Club auf dem City-Autosalon vertreten. Im Volkspart stellen die Mitglieder um den Vorsitzenden Günter Spindeler ihre Fahrzeuge und Oldtimer vor. Wenn nichts Unvorhergesehenes geschieht, wird der Hagener Automobil-Club zudem den Überschlagsimulator des ADAC präsentieren. Darin können die Besucher am eigenen Leib erfahren, wie es ist, wenn ein Auto sich überschlägt. Sie können sich sensibilisieren lassen für Situationen, in denen Schock, Panik und Orientierungslosigkeit schnell zu falschen Handlungen führen können. Unabhängig von Geschlecht und Körperkraft können alle Menschen bewährte Rettungsschritte in einem Simulator erlernen. Also: Lassen Sie sich mal auf den Kopf stellen – im Simulator.