Sommer bei „Michael“: Geistreich im Garten

„Geistreich“: Dekanatsreferent Christian Peters (l.) und Gemeindereferent Wolfgang Herz stellten den diesjährigen Wehringhauser „Sommergarten“ vor. (Foto: M. Eckhoff)

Hagen. (ME) Die Wehringhauser Sankt-Michael-Kirche an der Pelmke-/Ecke Lange Straße gehört zu den schönsten Gotteshäusern in Hagen – und ihr zugehöriger Pfarrhausgarten ist ein wirklich idyllisches Fleckchen Erde.

Vor vier Jahren kamen Gemeindereferent Wolfgang Herz und seine Mitstreiter auf die Idee, im Sommer das Gotteshaus und den Garten für einen Veranstaltungsreigen zu öffnen. Seitdem haben hier weithin beachtete Diskussions- und Vortragsveranstaltungen stattgefunden – um die Geschichte der Varta ging es beispielsweise ebenso wie um Cap-Anamur-Gründer Rupert Neudeck. Auch diverse Musikdarbietungen spielten regelmäßig eine größere Rolle.

Start am Montag

Unter der Überschrift „Geistreich“ startet „Michaels Sommergarten“ bereits am kommenden Montag, 16. Juli, seine diesjährige Auflage. Zum Auftakt um 19 Uhr soll es „in gemütlicher Runde“ sowohl muntere Gespräche, leckeres Essen und kühle Getränke als auch „tolle Musik“ geben, wie Wolfgang Herz betont. Den musikalischen Beitrag „liefern“ Waldemar Kowalski am Saxophon, Martin Zobel an der Trompete, Marvin Mehl am Bass und Stephan Mehl am E-Piano. Zusammen bilden sie die „Jive at five“.

Wehringhauser Codex

Wesentlich ernster geht es am darauffolgenden Montag, 23. Juli, ebenfalls um 19 Uhr im Garten zu. An diesem Abend wollen die verantwortlichen Aktivisten den im Rahmen der „Sozialen Stadt“ entstandenen „Wehringhauser Codex“ vorstellen. Der Codex soll als Grundlage für das „Wehringhauser Miteinander“ unter dem Stichwort „Neue Nachbarschaften – wie können wir zusammenkommen?“ dienen. Maren Lueg und George Alfazaa wollen die Diskussion musikalisch umrahmen.

Impro-Theater

Auf einen eher lustigen Abend dürfen sich die Gäste am Montag, 30. Juli, ab 19 Uhr im Garten freuen – dann gastiert das Wuppertaler Impro-Theater „B7“ an der Pelmkestraße 12. „Wir machen Euch die Welt, wie sie uns gefällt“, versprechen die Theatermacher, wobei die Inspirationen natürlich aus dem Publikum kommen sollen.

Ungewöhnliche Einblicke

Über „Olympia in anderem Licht“ spricht der evangelische Olympiapfarrer Thomas Weber am Montag, 6. August, 19 Uhr. Von ihm dürfen die Zuhörer einen sicherlich ungewöhnlichen Blick hinter die Kulissen des internationalen Leistungssports und in die Gefühlsweiten mancher Athleten erwarten.
Einen ungewöhnlichen Einblick erhalten die Gäste sicherlich auch von Thomas Frings. Der Pfarrer – Großneffe des einstigen Kölner Kardinals Frings – redet in der Michael-­Kirche am Montag, 27. August, um 19 Uhr sehr kritisch Klartext: „Aus, Amen, Ende? – So kann ich nicht mehr Pfarrer sein.“ Er hofft auf „neue Ideen für eine Kirche der Zukunft“, betont er.

Heimat

So etwas wie eine frühherbstliche Fortsetzung findet „Michaels Geistreich-Reihe“, die übrigens auch im Zusammenhang mit dem Slogan „Kirche in anderem Licht“ bekannt ist, am Sonntag, 23. September. Zwischen 17 und 20 Uhr möchte man sich auf eine Suche begeben, wenn es in Anlehnung an ein Grönemeyer-Lied heißt „Heimat ist (k)ein Ort – Heimat ist ein Gefühl“.
Lichtpunktgottesdienste finden diesmal am 29. Juli ab 19 Uhr in der Michael-Kirche und am 26. August ab 19 Uhr in der Synagoge an der Potthofstraße statt. Ferner wird am 30. September um 19 Uhr eine Hagener Moschee besucht.
Weitere Informationen findet man im Internet unter www.kial-hagen.de, E-Mail: kontakt@kial-­hagen.de.