SonnTalk: Nicht umsonst

Wischmopps, Fensterreini­gungs-Flitschen, Klappleitern, feinste Mikrofasertücher, Bügeleisen, Waffeleisen, Staub­sauger, Küchenwaagen, Mixer – ein stetiger Bedarf an solchen praktischen Helferlein treibt tüchtige Hausfrauen und -männer in die Läden.

Ein namhafter deutscher Hersteller unterteilt sein Riesen-Sortiment in Sparten wie „Sauberes Zuhause“, „Frische Wäsche“ und „Clevere Küche“. Alle 1,5 Sekunden geht so ein Teil aus deutschen Landen weltweit über die
Ladentheken.
Mann oder frau braucht dergleichen täglich. Je nach Haushaltsgröße, Personenzahl und Altersstufen wischt und moppt und bügelt man/frau zwischen drei und zehn
Stunden wöchentlich in den eigenen vier Wänden herum. Also natürlich tut‘s nicht jeder, aber immerhin die Mehrheit, genau genommen 59 Prozent. Und das tun all diese Menschen keineswegs umsonst, aber leider kostenlos. Denn – Skandal!!! – mit Hausarbeit im eigenen Haushalt verdient man eben nix, gar nix.
Ist das gerecht? Und wenn nicht, wie viel sollte es denn geben für Bügelei, Wischerei & Co.?
Das wollte der besagte heimische Haushaltshelferleinhersteller auch wissen und hat Durchschnitts-Leute befragen lassen. Was ist rausgekommen? Nun, neun Prozent haben nur dumm geguckt und hatten keine Meinung. Fünf Prozent wollten weniger als 500 Euro monatlich für eine Haushalts-Fee oder einen Haushalts-Elfen locker machen. Ein Viertel fänd‘ bis zu eintausend Euro angebracht. Jetzt wird es langsam heiß: Immerhin 39 Prozent möchte den Heinzelmännchen und -fräuchen mit bis zu 1500 Talern im Monat ihre Mühen entgelten. Achtung: Ganze 17 Prozent legen noch was drauf und würden bis 2000 Euronen springen lassen. Und jetzt Trommelwirbel: Ehrenwerte fünf Prozent meinen, die häusliche Plackerei wäre mehr als 2000 Öcken wert.
Nur eine Frage bleibt leider völlig offen: Wer soll’s eigentlich bezahlen?
Schönen Sonntag. Und immer schön sauber bleiben…