"Spazieren gucken – smartes Hagen"

Hagen. Zwei Wochen, nachdem der Unternehmerverein Hagen den Namenswettbewerb für das Projekt „Spazieren gucken – smartes Hagen“ – inspiriert und gefördert von den „Stadtspähern“ – ausgeschrieben hatte, wurden die Siegerbeiträge von der Jury gekürt.

Das Projekt ist vielschichtig, denn es verbindet sowohl Kunst und Architektur als auch Stadtgeschichte, bietet aber darüber hinaus für die Teilnehmer Möglichkeiten des sozialen Engagements.

Hier treffen Schüler ganz unterschiedlicher Herkunft und aus verschiedenen Schulen aufeinander, die das gemeinsame Ziel verfolgen, ihre eigene Stadt in ihren Besonderheiten kennen zu lernen, um die Wahrnehmung bei den Bewohnern und bei ihren Besuchern zu schärfen. Hagen ist lebens- und liebenswert und sogar noch mehr: Es lohnt sich, genauer hinzuschauen und die einzigartige Geschichte der Stadt zu erforschen.

Die Schüler des Christian-Rohlfs-Gymnasiums und der Hauptschule Remberg legten sich mächtig ins Zeug, um dem schulübergreifenden Stadterkundungs-Projekt ihren „Stempel aufzudrücken“, der von nun an die „Hingucker“ innerhalb der Stadt kennzeichnen wird. Der Unternehmerverein entwickelte zusammen mit den Lehrerinnen Gabriele Fischer (HS Remberg) und Laura Schwickert (Christian-Rohlfs-Gymnasium Haspe) die Idee, digitale Stadtführungen zu erstellen. Was fehlte, war ein knackiger Name, der Aufmerksamkeit erregt, alle anspricht und mit dem sich auch die Projektteilnehmer identifizieren können. Innerhalb weniger Tage reichten mehr als 60 Teilnehmer ihre Vorschläge ein…

Den ersten Preis bekam Alexandra Bornemann aus dem Jahrgang 12 des CRG mit dem Vorschlag „HA-lt an!“, den 2. Preis machte Hasan Türkeli (ebenfalls Jg.12, CRG) für „herausHAGENd“ und den 3. Preis für seinen Beitrag „Spektakulär! HAGEN“ erhielt Furkan Demirözer (7. Klasse, HS Remberg).

Als Pilot-Stadtteil nahmen sich die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Remberg das Drerup-Viertel vor. Sie besuchen dieses seit Mai 2012 in ihren Kunststunden, zeichneten vor Ort und hörten dem Experten und Heimatbund-Vorsitzenden Jens Bergmann zu. Gleichzeitig ließen sie sich – zur Vorbereitung auf die Tonaufnahmen der virtuellen Führungen – nach dem Unterricht von Georg Scheipers, einem Mitglied der Freiwilligen-Zentrale, in einem Sprechkurs beibringen, wie man Texte richtig in ein Mikrophon spricht.

Nun arbeiten sie in der zweiten Phase mit dem eigens dafür am Christian-Rohlfs-Gymnasium eingerichteten Projektkurs „Stadtgeschichte“ zusammen und erstellen gemeinsam Texte für eine spezielle Website. Auf diese gelangt man dann zukünftig durch das direkte Anwählen der Seite oder, als Smartphone-Besitzer, über die QR-Codes, die mit dem Logo „HA-lt an!“ an den einzelnen Gebäuden angebracht sind.