Spieglein, Spieglein an der Eppenhauser Straße in Hagen

Eine Sperrfläche soll dabei helfen

Eine Sperrfläche soll dabei helfen, bessere Sicht auf den fließenden Verkehr zu haben. (Foto: Lara Zeitel)

Hagen. (cs) Wer schon einmal an der Eppenhauser Straße einkaufen war und einen der größeren Supermärkte zur Hauptverkehrszeit wieder verlassen musste, weiß, dass dies keine allzu leichte Aufgabe sein kann. Parkende Autos und Fußgänger versperren oftmals die Sicht auf den Verkehr. Ein Verkehrsspiegel, der bis vor kurzem noch den Überblick über die Verkehrssituation auf Höhe der Hausnummern 20 bis 24 bot, ist nun auch verschwunden. So ist es nicht verwunderlich, dass der ein oder andere Zeitgenosse Grund zur Sorge hat.

Spiegel keine Verkehrseinrichtung
Seitens der Stadt Hagen ist die Angelegenheit jedoch klar geregelt: Der Verkehrsspiegel ist keine Verkehrseinrichtung und ebenso kein Verkehrsschild nach der Straßenverkehrsordnung. 2011 wurde seitens der Stadt außerdem die Sperrfläche vor der Ausfahrt veranlasst, die den herausfahrenden Autofahrern erlaubt, die Eppenhauser Straße möglichst weit in beide Richtungen einzusehen.
Instandhaltungsfrage
Darauf werden sich die Hagener auch in Zukunft verlassen müssen, denn: Die Verantwortung für die Instandhaltung des ehemaligen Verkehrsspiegels lag nie bei der Stadt Hagen sondern bei der damals dort ansässigen Firma Elektro Böhmer, die den Spiegel 1989 auch beantragt hatte. Da Elektro Böhmer nun hier nicht mehr existiert, ist inzwischen niemand mehr für die Instandhaltung verantwortlich. Die einzige Möglichkeit, wieder einen Verkehrsspiegel an gleicher Stelle aufstellen zu können, wäre der Antrag auf einen Gestattungsvertrag seitens des Supermarktes oder einer anderen Person. Dann lägen die Verantwortung und die Instandhaltung wie zuvor in privater Hand.
Letztlich stellt sich jedoch die Frage, welche Relevanz der Spiegel in Sachen Verkehrssicherheit überhaupt hatte.
Alles wie bisher
Die Autofahrer sind verunsichert. Doch mit den Unfallstatistiken der Polizei decken sich diese Gefühle nicht. Dort verbucht man weder mehr Unfälle als an vergleichbaren Orten, noch ist die Unfallquote gestiegen, seit der Verkehrsspiegel nicht mehr gegenüber der Ausfahrt hängt.