Sport-Umlage vom Tisch, zahlreiche Unfall-Tragödien

Hagen. (san) Unfälle und Brände, bei denen es nicht nur bei Sachschäden blieb, gab es in erschreckend hoher Zahl in dieser Woche – das ist alles andere als eine besinnliche Adventszeit. Zumindest die Entscheidungen des Stadtrates ließen so manche Kampfgeister aufatmen.

Der Protest gegen die geplante Bewirtschaftungsumlage für Vereine an städtischen Sportstätten gipfelte am Donnerstag vor der Ratssitzung in einer Demonstration mehrerer hundert Sportler. Schon längst hatten die heimischen Vereine auf ihren Internetseiten ihren Unmut über diese Gebühr kund getan. Denkbar knapp war dann die Abstimmung im Rat: Mit einem Patt von 31:31 Stimmen und einer Enthaltung ist die Einführung der Umlage gescheitert.

Da aber die sich dadurch erhoffte Einsparung von 180.000 Euro fest im Haushaltssanierungsplan steht, mussten sich die Fraktionen und Ratsgruppen auf eine andere Lösung einigen: Unter anderem soll das Geld durch die Vergnügungssteuer (Spielhallen) eingeholt werden.

Freude bei den Schülern, Eltern und Lehrern in Reh: Beschlossene Sache ist der Fortbestand der Grundschule. Sie verbleibt auch weiterhin im Verbund mit der Schule Kley. Und auch die Berchumer Schule bleibt als Teilstandort erhalten. Die geplante dritte Sekundarschule in Haspe soll allerdings erst zum Schuljahr 2016/17 an den Start gehen. Bis dahin bleibt die Realschule in ihrer Form bestehen, darf aber keine neuen Schüler mehr aufnehmen.

Fahrerflucht Nummer eins

Eine 41-jährige Fußgängerin ging am Montagabend, 8. Dezember, gegen 17.40 Uhr mit ihrem zehnjährigen Sohn über den Gehweg an der Feithstraße gegenüber der Fachhochschule. Etwa in Höhe des dortigen Parkplatzes kam aus der Ausfahrt ein dunkler Pkw, der auf die Berchumer Straße fahren wollte und erfasste die 41-Jährige. Die Fußgängerin wurde dabei zu Boden geschleudert und schwer verletzt. Der Autofahrer setzte jedoch seine Fahrt fort, ohne sich um das Unfallopfer zu kümmern. Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, können sich bei der Polizei unter Tel. 02331 / 986-2066 melden.

Frau überrollt

Am selben Tag hat ein LKW in Boele an der Hügelstraße eine 83-jährige Frau überrollt. Schwerverletzt musste sie ins Krankenhaus gebracht werden. Der Fahrer eines Paketdienstes wollte rückwärts auf ein Betriebsgelände, sah die Frau und hielt auch an. Nach seinen Aussagen war er sicher, dass sie den Laster bereits passiert hatte, als er wieder anfuhr. Dabei erfasste er sie mit einem Reifen. Der Fahrer erlitt einen Schock und musste ebenfalls ins Krankenhaus.

Bus überschlagen

Und noch ein schwerer Verkehrsunfall am Montagmorgen in Herdecke: Gegen 7.30 Uhr hatte sich an der Ender Talstraße kurz hinter der Einmündung „Am Hessenberg“ ein Schulbus überschlagen. Das Fahrzeug kam aus Richtung Wetter, der Fahrer hatte aus unbekannten Gründen die Kontrolle über den Bus verloren. Es kam im unwegsamen Gelände auf dem Dach zum Liegen. Im Fahrzeug befanden sich vier Personen: Der 49-jährige Herdecker Fahrer, die 49-jährige Fahrzeugbegleiterin sowie ein 17-jähriges und ein elfjähriges Kind wurden bei dem Unfall verletzt. Die unter Schock stehenden Personen wurden von der Feuerwehr erstversorgt, kamen dann ins Krankenhaus. Ein behindertes Kind befand sich noch eingeklemmt in dem auf dem Dach liegendem Fahrzeug. Feuerwehr- und Rettungsdienstkräfte kletterten in das Fahrzeug und versorgten den Jungen. Der Schwerverletzte wurde zunächst ins Krankenhaus Herdecke gebracht. Aufgrund der Gesichtsverletzungen wurde das Kind in ein Bochumer Spezialkrankenhaus verlegt.

Fahrerflucht Nummer zwei

Am Dienstag setzte sich die Unfallserie fort: Eine 75-jährige Fußgängerin, die eine Fußgängerfurt am Boeler Ring überquerte, wurde gegen 19.40 Uhr von einem kleinen dunklen Auto angefahren und zu Boden geschleudert. Der Fahrer flüchtete vom Unfallort mit quietschenden Reifen und Vollgas. Erst ein herbeigeeilter 66-jähriger Ersthelfer konnte der schwer verletzten Rentnerin aufhelfen. Das Unfallopfer wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Hagener Polizei sucht nun dringend Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder Angaben zu dem flüchtigen Auto machen können. Hinweise nimmt jede Polizeidienstelle entgegen. Telefonisch ist die Polizei unter 02331 / 986-2066 erreichbar.

Hausbrand in Garenfeld

Polizei und Feuerwehr mussten am Donnerstagmorgen gegen 7.20 Uhr zu einem Hausbrand in Garenfeld ausrücken. Bei deren Eintreffen schlugen Flammen aus dem Dachgeschoss und dem 1. Obergeschoss des Hauses. Die vier Hausbewohner hatten das Gebäude bereits rechtzeitig verlassen. Nach ersten Ermittlungen hat der 63-jährige Hauseigentümer die Gasflasche eines Notheizgerätes gewechselt, welches aus derzeit noch ungeklärter Ursache plötzlich in Brand geraten ist. Das Feuer ist daraufhin auf das Dachgeschoss übergegangen. Bei den ersten Löschversuchen verletzte sich der Hauseigentümer leicht und musste im Krankenhaus behandelt werden. Außerdem wurde der Hund der Familie bei dem Brand tödlich verletzt. Die Höhe des Sachschadens kann derzeit noch nicht beziffert werden. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Die betroffene Familie ist bei Nachbarn untergekommen.

Brand im AKH

Die Hagener Feuerwehr hatte zuvor schon am selben Morgen im Allgemeinen Krankenhaus zu tun. Dort gab es ein Feuer in einem Betriebsraum im Kellerbereich. Patienten waren davon nicht betroffen. Das Feuer selbst hatten die Retter schnell gelöscht. Schwieriger war es, den Rauch aus dem Gebäude zu bekommen.A