Nach dem Umzug: Stadtarchiv Hagen lässt ins „Innere“ blicken

Hagen. (ME) Landkarten aus dem 18. Jahrhundert, Bibeln aus dem 16. Jahrhundert, die erste hiesige Zeitung aus dem Jahr 1814 („Hermann“), Hunderte Baupläne aus der Zeit der „Ära 1900“, alte Orden – das Stadtarchiv Hagen steckt voller Schätze und allerlei Überraschungen. Tatsächlich ist es eines der größten Kommunalarchive des Landes.

Nach dem Ende 2017 erfolgreich abgeschlossenen Umzug von der Wippermann-Passage ins neue Domizil, den so genannten Archivturm auf dem WBH-Gelände an der Eilper Straße, lädt die Stadt Hagen am Sonntag, 4. März, von 11 bis 16 Uhr zu einem „Tag der offenen Tür“ ein.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, hinter die Kulissen des Stadtarchivs zu schauen. Das Stadtarchiv wird einige seiner Schätze präsentieren und die vielfältigen Möglichkeiten zeigen, die ein Stadtarchiv bietet.

Zusammenführung

Nach der Eingemeindung der Stadt Haspe und der Gemeinden Boele, Halden und Vorhalle im Jahr 1929 fasste die Stadt Hagen die bereits seit vielen Jahren bestehenden Archive zu einem neuen Stadtarchiv zusammen. Im Laufe der Jahre wuchs das Stadtarchiv zu einer beachtlichen Größe heran. Über 1,5 Millionen Fotos, mehrere zehntausend Akten, eine Zeitungssammlung, die die vergangenen 200 Jahre nahezu komplett abbildet sowie eine Bibliothek mit über 20.000 Titeln sind nur einige Beispiele, die eine deutliche Sprache sprechen.

20 Jahre in der Fabrik

Die immer und immer wieder anwachsenden Bestände machten im Laufe der Jahre den einen oder anderen Umzug nötig. So führte der Weg über die Hoch- und die Rathausstraße bis nach Eilpe in die Wippermann-Passage. Zwanzig Jahre war die frühere Wippermann-Fabrik der Sitz des Stadtarchivs, bis sich schließlich die Unterbringungsmöglichkeiten erschöpften.

Im Oktober 2017 erfolgte der Auszug des Stadtarchivs aus der Wippermann-Passage. Mit allen seinen Archivalien und Schätzen zog es – wie auch der Hagener Heimatbund – aufs WBH-Gelände (früher Mark-E) an der Eilper Straße. Die Verlagerung ermöglicht eine deutliche Verbesserung der Ausstattung des Archivs sowie eine sachgerechte Aufbewahrung aller Bestände in den deutlich größeren Räumen, die zudem der Stadt Hagen gehören. Sogar ein riesiger Kühlschrank existiert hier – für empfindliche Dokumente.