Starke Polizisten, sanfter Thomas und Gefummel: Das war die Woche in Hagen

Die jecke Dame aus dem Publikum sang spontan mit Andrea(s) Rau: Die Stimmung beim 10. Fummellauf war mal wieder klasse. (Foto: Lara Zeitel)

Die jecke Dame aus dem Publikum sang spontan mit Andrea(s) Rau: Die Stimmung beim 10. Fummellauf war mal wieder klasse. (Foto: Lara Zeitel)

Hagen. (san) Hagens ausgelassene Weiber trotzten „Thomas“ und eröffneten am Donnerstag – Weiberfastnacht – die Hoch-Phase des Karnevals. Angeführt von Prinzessin Sabrina I. stürmten die jecken Damen gewaltiger als das Sturmtief ab Mittag zur Machtübernahme ins Rathaus.
Dass Thomas dann draußen zulegte, nahm mitnichten die Feierfreude, gab es bis auf einige Baumumstürze auch vor Ort keine großen Sturmschäden zu beklagen. Thomas blieb also in Hagen eher „sanft“.
Höhepunkt Fummellauf
Völlig losgelöst von allen Wetterkapriolen erfolgte als Tageshöhepunkt der mittlerweile 10. Fummellauf in der Volme-Galerie. Die Jury gab ihr Votum den „Fummelqueens“, während das Publikum die „Drei lustigen Fünf“ für preiswürdig befand. Das tolle Spektakel mit vielen großartig verkleideten Jecken zog abermals mehrere hundert Zuschauer in seinen Bann.
Automaten-Sprenger erwischt
Ganz andere Gründe zum Jubeln gab es einige Tage zuvor durch einen großangelegten Polizeieinsatz in Vorhalle:
Nach umfangreichen Ermittlungen der Polizei Köln haben Spezialeinsatzkräfte in der Nacht von Dienstag, 21., auf Mittwoch, 22. Februar fünf Tatverdächtige nach der versuchten Sprengung eines Geldautomaten festgenommen.
Zwei der Täter (26, 42) hatten kurz nach 3.30 Uhr versucht, den Geldautomaten einer Bank im Stadtteil Vorhalle zu sprengen. Zu einer Explosion des vorbereiteten Gasgemisches kam es jedoch nicht.
Im Anschluss an deren Festnahme am Hagener Tatort wurden drei weitere Tatverdächtige, die der gleichen Tätergruppierung zugerechnet werden, in Duisburg ebenfalls durch SEK-Kräfte festgenommen. Bei der Durchsuchung in fünf von der Bande angemieteten Garagen in Hagen, Wuppertal, Duisburg, Dormagen und Köln sowie in einer Wohnung in Duisburg wurden zwei Pkw, ein Klein-Lkw, zwei Roller, Gasflaschen, Krähenfüße und Bekleidung sichergestellt.
Bei allen Festgenommenen handelt es sich um niederländische Staatsbürger, die offenbar regelmäßig zur Tatausführung einreisten.
Ohne Status, aber viel Müll
Und auch bei der erneuten Polizei-Kontrolle zugewanderter Südosteuropäer (zusammen mit der Ausländerbehörde, Mitarbeitern des Stadtordnungsdienstes, des Jobcenters und der Wohnungsaufsicht) gab es Erfolge. 301 gemeldete Personen in den Stadtteilen Eilpe, Altenhagen und Wehringhausen wurden überprüft.
Die Ausländerbehörde stellte sechs Ausweisdokumente sicher, weil die angetroffenen Hausbewohner einwohnermelderechtlich nicht erfasst sind und der weitere Aufenthaltsstatus geklärt werden muss. Darüber hinaus lag in 17 Fällen keine ordnungsgemäße Abmeldung vor.
In sechs von elf Objekten wurden Müllprobleme festgestellt. Diese – sowie auch vorgefundene Wohnungsmängel – wurden an die zuständigen Stellen gemeldet.