Hagen. Regnet es viel und intensiv, kann es vor allem in den Sommermonaten zu Sturzfluten und Überschwemmungen kommen. Damit die Hagener Bürger bestens bei Starkregen geschützt sind, berät ab jetzt Stefanie Mielke, zertifizierte Starkregenberaterin des Wirtschaftsbetriebs Hagen (WBH), Bürger und gibt Informationen und Tipps rund um den Überflutungsschutz.

Der WBH nimmt das Thema Starkregen ernst. Bei intensiven Regenfällen kann es im schlimmsten Fall zu Sturzfluten kommen. Bislang ist Hagen im Gegensatz zu anderen Städten wie Dortmund und Wuppertal davon verschont geblieben. Damit die Bürger trotzdem für den Ernstfall bestens ausgestattet sind, informiert der WBH regelmäßig in den Sommer- und warmen Frühjahrsmonaten die Hagener über die Risiken für Menschen, Grundstücke und Häuser bei auftretenden Wärmegewittern.

Fließwegekarte zeigt Überflutungspotenzial

Bereits seit 2015 gibt es deshalb die Fließwegekarte des WBH. In dieser kann jeder Grundstückseigentümer sehen, ob und wie stark sein Grundstück bei Starkregen von abfließendem Niederschlagswasser betroffen sein könnte.

Diese Karte stellt jedoch den schlimmsten Fall dar, bei dem der Starkregen dem Gefälle folgend zum nächsten Tiefpunkt fließt, ohne in einen Kanal zu sickern. Dieser Fall kann eintreten, da der WBH seine Kanalisation auf Basis von vorgegebenen Regenintensitäten plant, die unter den berechneten Werten aus der Fließwegekarte liegen.

Obwohl der WBH die Entwässerungsentwürfe ständig aktualisiert, ist es manchmal aus technischen und finanziellen Gründen nicht möglich, Kanäle so auszubauen, dass sie einem Starkregen standhalten. Eine Möglichkeit ist es, nicht aufgenommene Wassermassen über Straßen und Notwasserwege kontrolliert in Grün- oder Freiflächen zu lenken.

In einzelnen Fällen ist es auch sinnvoll, einzelne Grundstücke durch Objektschutzmaßnahmen zu sichern bevor mit deutlich mehr Geld die öffentliche Kanalisation erneuert wird. Wenn dies der Fall ist, geht der WBH auf die betroffenen Grundstückseigentümer zu. Einige Grundstücke sind bereits mit sogenannten Flutschotten geschützt.

Doch auch bei denjenigen, deren Grundstücke nach den technischen Vorgaben nicht betroffen sind, kann es zu Überflutungen kommen. Wer für das eigene Grundstück Rat sucht, kann sich bei Fragen an die Starkregenberaterin Stefanie Mielke unter Tel. 02331/ 3677-149 oder per E-Mail an smielke@wbh-hagen.de wenden. Weitere Informationen finden Interessierte in zwei Flyern auf der Internetseite des WBH. Dort ist auch die Fließwegekarte hinterlegt.

Schutz bei hohen Gewässerständen

Für den Hochwasserschutz bei hohen Gewässerständen ist die Untere Wasserbehörde der Stadt Hagen zuständig. Wer Fragen zu Objektschutzmaßnahmen hat und sein Eigentum „von unten“ sichern möchte, kann Heike Thurn unter Telefon 02331 / 207-2933 oder per E-Mail an heike.thurn@stadt-hagen.de kontaktieren.

Damit der WBH seine Berechnungen überprüfen und anpassen kann, bittet der WBH um die Mithilfe der Hagener Bürger: Wer aussagekräftige Fotos von oberirdischen Abflüssen bei Starkregenereignissen hat, kann diese gerne mit Datum und Örtlichkeit per E-Mail an wbh@wbh-hagen.de senden.