Strahlende Begrüßung dank Weihnachtsbaum

Helfe. (hc) Wer die Hochhäuser an der
Johann-Frie­drich-Oberlin-Straße im Ortsteil Helfe nur von Außen sieht, der
vermutet nicht, welch‘ herzliche Überraschungen in ihrem Innern warten.


So begrüßt in Hausnummer vier ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum die
Bewohner und Gäste gleichermaßen, sobald man durch die Eingangstür tritt – und
das schon seit über 30 Jahren. In rot und mit vielen Lichtern steht der Baum im
Eingangsbereichs des Hochhauses. Mit bunten Geschenken und einem Weihnachtsmann
als schmückendes Beiwerk.
Falsches Bild
„Wir wollen damit das Bild. das man typischerweise von Hochhäusern hat,
widerlegen“, erklärt Bärbel Bräucker.
Gemeinsam mit ihren drei Nachbarinnen Waltraud Dziamski, Ulla Eigenbrodt und
Gisela Koslitz ist sie federführend, wenn es um die Dekoration des Baumes geht.

Themenwahl
Jedes Jahr wird ein neues Thema gewählt, manchmal gibt es aber auch
Überraschungen. So auch in diesem Jahr. Da hat sich Bärbel Bräucker nämlich
etwas ganz Besonderes ausgedacht. Der Baum sollte hell erstrahlen und dafür
brachte sie 880 Lichter an dem Baum an. „Normalerweise haben wir nur eine
normale Beleuchtung an der Tanne, aber dieses Jahr wollte ich die Anderen
überraschen. Ich hab fast zwei Tage nicht geschlafen, weil ich so aufgeregt war,
ob es den Anderen gefällt“, erzählt Bräucker.
Die Idee, einen Baum in den Flur zu stellen, als Symbol für das gemeinsame
Erlebnis Weihnachten, kam vor 30 Jahren. Doch bereits seit dem Bau des Gebäudes
im Jahr 1975 gibt es eine hausinterne Frauengruppe, die sich jeden Mittwoch
trifft. Dort wird gelacht, gebastelt und auch einfach mal nur gequatscht.
Sehr großes Gemeinschaftsgefühl
Die Gemeinschaft wird ganz groß geschrieben in dem Haus. Das trägt zu einer
Wohlfühl­atmosphäre bei, die auch junge Leute anzieht. So wie zum Beispiel
Bärbel Bräuckers Sohn, der sieben Etagen über den Eltern wohnt. Es gibt
zahlreiche Familien, von denen gleich mehrere Generationen im Haus wohnen.
„Ich will hier auch nicht mehr raus“, erzählt Bräucker – und ihre drei
Mitstreiterinnen stimmen unisono mit ein. Sie können sich ein Leben außerhalb
der Helfer Wände nicht vorstellen. Zu groß ist das Gemeinschaftsgefühl.