Sturzfluten: Neuer Flyer informiert

Hagen. Bei Sturzfluten ist es wichtig, richtig vorzusorgen, um größere Schäden zu verhindern. Damit jeder weiß, wie er das eigene Haus optimal schützen kann, hat der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) zusammen mit weiteren Kommunen und der Kommunal-Agentur NRW zwei informative Flyer entworfen. Sie werden zukünftig jedem Antrag auf Entwässerungsmitteilung beigefügt.

Jeder kann betroffen sein
Der WBH hat bereits in den Vorjahren auf die Gefährdung durch Starkregenereignisse hingewiesen. Zwar wurde Hagen im Vorjahr von Sturzfluten verschont, trotzdem bleibt das Thema bei Entwässerungsplanern ein Dauerbrenner. Grundstückseigentümer bekommen im Rahmen ihrer Entwässerungsmitteilungen schon seit Jahren den Hinweis darauf, dass alle Öffnungen im Gebäude wie Kellerschächte und Türen 20 Zentimeter über dem Gelände liegen sollten.
Der WBH hofft, mit den Flyern diesen Aspekt der baulichen Gestaltung stärker ins Bewusstsein der Bauwilligen und Architekten zu bringen, damit das geplante Gebäude Starkregen möglichst unbeschadet übersteht.
Gemäß Wasserhaushaltsgesetz ist „jede Person, die durch Hochwasser betroffen sein kann, im Rahmen des ihr Möglichen und Zumutbaren verpflichtet, geeignete Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor nachteiligen Hochwasserfolgen und zur Schadensminderung zu treffen“.
Entscheidung im Einzelfall
Die vorhandenen Entwässerungsentwürfe für das Hagener Stadtgebiet werden durch den WBH nach und nach geprüft und gegebenenfalls saniert. Im Falle einer rechnerischen Überflutungsgefährdung wird eine Einzelfallentscheidung ergeben, wie ein entsprechender Schutz sichergestellt werden kann. Dies kann eine Sanierung der öffentlichen Kanalisation, eine Maßnahme im Straßenraum oder eine Objektschutzmaßnahme sein. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass nicht jedes katastrophenartige Regenereignis aus technischen und finanziellen Gründen überflutungsfrei abgeführt werden kann und muss.
Infos zur Sturzflut
Die grundsätzlichen Fließwege für seltene Niederschlagsereignisse sind als Grundlage für alle Bürger auf der Internetseite des WBH im Bereich „Aktuelles“ einzusehen. Außerdem sind dort auch weitere Informationen zum Thema „Sturzflut“ zu finden. Insbesondere Bauherren, die im Rahmen ihrer Benutzungserlaubnis den Hinweis auf die Schutzmaßnahme bekommen haben, können sich im Falle eines Überflutungsschadens nicht darauf berufen, keine Informationen erhalten zu haben.
Neben den baulichen Schutzmaßnahmen empfiehlt der WBH jedem Grundstückseigentümer, sich mittels Elementarschadenversicherung gegen Folgeschäden zu schützen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Umweltministeriums NRW.