Die Teilnehmer des „Zukunftsworkshops“ der Suchthilfe Hagen sammelten Ideen, um die Versorgung Betroffener zu verbessern. (Foto: Stadt Hagen)

Hagen. Beim „Zukunftsworkshop“ der ambulanten Suchthilfe in Hagen trafen sich unter der Moderation der Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Suchthilfe­experten aus unterschiedlichen Einrichtungen, um Ideen zur Neustrukturierung der Suchthilfe zu sammeln.

Neben den Suchtberatungsstellen und dem Sozialpsychiatrischen Dienst Hagen nahmen auch Mitarbeiter der Frauenberatung, der Pflege- und Wohnberatung, des Sozialdienstes für Flüchtlinge, der Haftentlassenenhilfe, der Selbsthilfe, der Katholischen Krankenhaus gGmbH, der Jugendhilfe, des „Ambulanten Betreuten Wohnens“ und der Wohnungslosenhilfe sowie eine Berufsbetreuerin und Detlef Reinke, Vorsitzender des Jugendhilfe­ausschusses, teil.

Bei dem Workshop analysierten die Teilnehmer Stärken und Schwächen der Suchtkrankenversorgung in Hagen.

Dabei zeigte sich, dass Hagen in vielen Bereichen der Suchtkrankenbetreuung gut aufgestellt ist, jedoch einige Bereiche noch entwicklungsfähig sind. Um diese zukünftig zu verbessern, entwickelten die Teilnehmer teilweise sehr fantasievolle und kreative Ideen. Dabei haben sie Chancen und Risiken gegeneinander abgewogen und letztlich Vorschläge gemacht, die zeitnah umgesetzt werden sollen. Hierzu gehören neue Angebote für bestimmte Zielgruppen wie beispielsweise Substitutionspatienten.

Auch Angebote zur Krisenhilfe sollen ausgebaut und die Kooperation, Vernetzung und Unterstützung im Bereich Wohnen verbessert werden. Zudem machten die Teilnehmer deutlich, dass es einen gesteigerten Bedarf an Öffentlichkeitsarbeit für Suchtkranke gibt. In der Öffentlichkeit werden Betroffene zu häufig stigmatisiert und negativ dargestellt.

Der LWL wird die Ergebnisse auswerten und für dieses Jahr Handlungsempfehlungen entwickeln, die in den politischen Gremien vorgestellt werden.