Symphoniekonzert in Hagen: „Eher ähnlich als unähnlich“

Hagen. Im letzten, zehnten Sinfoniekonzert am Dienstag, 12. Juni, 20 Uhr, in der Stadthalle Hagen präsentieren das Philharmonische Orchester Hagen, das Ensemble Olivinn, Begüm Tüzemen (Sopran), Özgür Ersoy (Baglama, Duduk), Axel Meier (Percussion), Sinem Altan (Klavier), Veronika Haller (Sopran), Chor und Extrachor des Theaters Hagen sowie der Philharmonische Chor Hagen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton ein ganz außergewöhnliches Programm, das unter der Schirmherrschaft von OB Erik O. Schulz steht.

Vom Krieg zum Frieden

„We are more alike than unalike“ – „Wir sind uns eher ähnlich als unähnlich“. Dieses Motto könnte über dem 2012 uraufgeführten Oratorium „Toward a Season of Peace“ von Richard Danielpour stehen. In diesem Werk beschreibt der persisch-amerikanische Komponist den Weg vom Krieg zum ersehnten Frieden vor allem mit dem Mittel der Vergebung, die den Menschen immer noch so unendlich schwerfällt.

Danielpour gilt als der erfolgreichste zeitgenössische Komponist der USA, der u.a. mit dem begehrten Grammy Award ausgezeichnet wurde. Seine Musik ist von einer intensiven, romantisch gefärbten Klangsprache geprägt, die brillant orchestriert und rhythmisch prägnant ist.

Persisch-jüdische Wurzeln

In „Toward a Season of Peace“ besinnt er sich zudem auch auf seine eigenen persisch-jüdischen Wurzeln. Das Oratorium enthält neben Englisch Abschnitte in Hebräisch, Aramäisch, Persisch und Arabisch. Damit wählte er die Sprachen aus jenen Gebieten der Erde, die der gemeinsame Ursprung der drei großen Religionen sind und in denen der Friede gleichzeitig die größte Illusion zu sein scheint.

Auch die preisgekrönte türkisch-deutsche Komponistin Sinem Altan versteht sich als musikalische Brückenbauerin zwischen Ost und West. Ihr Stück für Baglama (eine türkische Laute) und Orchester ist dafür ein repräsentatives Beispiel. Mit ihrem Ensemble Olivinn führt sie außerdem traditionelle Volksmusik ihres Landes auf.

Einleitend erklingen an diesem Abend die schwungvollen und mitreißenden „Tänze aus Galanta“ von Zoltán Kodály, in denen der ungarische Komponist überlieferte Musik der Sinti und Roma verarbeitete.

Karten gibt es an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218 oder unter www.theaterhagen.de.