Tapfere kleine Birke!

Hagen. (tau) Sie hat allem Baulärm, Baggern, Schmutz und Schutt getrutzt. Eisern verharrt die kleine Birke auf ihrem Mäuerchen. Mitten in der City-Baustelle, wo die neue Rathaus-Galerie entsteht. Doch am 2. September 2013 ist es aus mit ihr, soviel steht fest. Dann wird ihr der Backsteinbau – das einstige Kino und danach Supermarkt – unter den „Füßen“ weggerissen.

Wovon das zarte Pflänzchen lebt? Im Grunde genommen ein Rätsel. „Sowas findet man jedenfalls öfter“, weiß Polier Rainer Geuecke aus 48-jähriger Berufserfahrung. „An Kaminen zum Beispiel. Ein Birkensamen wirbelt durch die Luft, landet und wächst tatsächlich da an, wo es eigentlich nur ein bisschen Staub und Pappe gibt – und krallt sich hartnäckig an der Wand fest.“

Das Hagener Baustellen-Bäumchen ist quasi noch eine Baby-Birke, kein botanisch besonders wertvolles Exemplar. Aber ihr Standort und Durchhaltevermögen machen sie zu etwas Besonderem. Schade, dass ihr Ende naht, findet der wochenkurier. Es sei denn, jemand findet sich, der sie rettet…