„Tec Day“ sucht die Talente von morgen

Geschafft: Rund 250 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen werden am Ende des Technik-Erkundungstages „Tec Day“ mit einem Zertifikat belohnt.
Geschafft: Rund 250 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen werden am Ende des Technik-Erkundungstages „Tec Day“ mit einem Zertifikat belohnt. (Foto: SIHK)

Hagen. (ce/gc) Vom Rasenmäher bis zum simplen Flaschenöffner: Technik steckt einfach überall drin und genau das können Acht-Klässler aller Schulformen gerade in Hohenlimburg ganz praktisch eigenhändig erleben und erkunden.

„Wir brauchen guten Nachwuchs und der steckt in den Schulen“, sagte SIHK-Vizepräsident Dr. Hans-Toni Junius am Montag beim SIHK-„Tec Day“ in der Nahmer Halle des Metallverarbeitungsunternehmens C.D. Wälzholz. Hier, an einem der ehemals stärksten heimischen Industriestandorte, bündeln noch bis einschließlich Donnerstag, 4. Juli, im Rahmen der Berufserkundungen „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) sieben namhafte Unternehmen ihre Kräfte in der Nachwuchs-Suche. Rund 250 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen aus 22 Schulen nehmen die Chance wahr, technische Berufe zu erkunden.

Ausprobieren auf acht Stationen

Auf Augenhöhe mit Azubis durchlaufen sie acht Stationen. Sie stellen einen Kleiderhaken, einen Flaschenöffner aus Metall und ein LED-Lichtspiel her, reparieren einen Rasenmäher, verbinden die Holzteile eines Handyhalters mit Spax-Schrauben, lernen die Aufgaben eines Elektronikers kennen, führen eine Smart-Inspektion durch, finden ihre elektrische Erleuchtung und beschäftigen sich mit dem Wickeln von Metallbändern. Belohnt werden sie mit einem Teilnahme-Zertifikat, das bei späteren Bewerbungen für Pluspunkte sorgen kann.

Als Organisatoren mit an Bord des „Tec Days“ sind neben dem Gastgeber C.D. Wälzholz die Firmen Bilstein, BWS Boecker + Wender Stahl, Altenloh, Brink & Co., Hawker, Thyssenkrupp Hohenlimburg und das Autohaus Jürgens sowie das zdi Netzwerk Ennepe-Ruhr.

Ab in die Zukunft

Der „Tec Day“ wurde im Jahr 2015 erstmals durchgeführt. Seine Akzeptanz wächst. Die Zahl der teilnehmenden Schulen stieg zuletzt von 14 im Vorjahr auf aktuelle 22 Schulen. „Mehrere Schulen haben in diesem Jahr schon bei uns angefragt, bevor wir überhaupt die Akquise gestartet haben“, freut sich Desirée Jacobi, die Pressebeauftrage der SIHK. Alle Schulformen sind vertreten.

„Tec Day“-Teilnehmer kommen oft anschließend zu Betriebsbesichtigungen in die Unternehmen. Wenn sich daran auch noch ein Ferienjob anschließt, ist es gar nicht mehr weit bis zum Abschluss eines Ausbildungsvertrages.

Hoch hinaus

Der „Tec Day“ ist also ein Schritt in Richtung Zukunft. Die Chancen stehen gut für junge Technik-Talente. Die Digitalität „tötet“ keine Berufe wie oft befürchtet. Aber die Ansprüche an die Fachkräfte steigen. Ständig wandeln sich die Berufsbilder und neue Berufe entstehen. Andererseits: Jedem mit einer soliden Ausbildung in der Technik-Branche steht die Zukunft offen, glauben die am „Tec Day“ beteiligten Unternehmensvertreter. Die Aufstiegschancen für talentierte Techniker reichen mitunter hinauf bis zu Posten in der Geschäftsführung.

Frauen-Power

Frauen-Power ist dabei hoch willkommen. Die Mädels wissen das. Immer mehr Mädchen geben der Technik eine Chance, sie zu begeistern und erproben ihre technischesTalent. Caja Wunderlich und Anna Westerwelle etwa, beide von der „Fesh“-Schule, finden den Tag „anstrengend, aber gut“. Können sie sich denn eine persönliche Zukunft in einem technischen Beruf vorstellen? „Am Ende dieses Tages würden wir sagen: Eher ja, als nein“, sind die beiden sich einig.