Thieser zu Gast in Köln: Hasper Bezirksbürgermeister besucht Türkisch-Islamische Union

Haspe/Köln. Dietmar Thieser, Bezirksbürgermeister von Haspe,
besuchte gestern zusammen mit einer Delegation den DITIB-Bundesverband in der
Kölner Zentralmoschee und führte ein konstruktives Gespräch mit
DITIB-Vertretern.
Gegenseitiges Verständnis
Dr. Bekir Alboga, DITIB-Generalsekretär, empfing die Gäste. Im gemeinsamen
Gespräch
stand das Verständnis füreinander im Vordergrund.
Bezirksbürgermeister Thieser zeigte sich insbesondere über die letzten
Entwicklungen in seinem Bezirk besorgt und bedauerte, dass in letzter Zeit die
Begegnungen mit den muslimischen Gemeinden vor Ort nicht mehr so oft und so
leicht wie vor ein paar Jahren stattfänden. Stattdessen seien Rückzugstendenzen
immer häufiger beobachtbar.
Offen für Dialog und Begegnung
Daher wollte er sich mit der DITIB beraten. Dass DITIB auf Bundes-, Landes-
und auf kommunaler Ebene immer dialogbereit und offen ist, betonte in diesem
Zusammenhang Dr. Alboga: „Wir sind eine Religionsgemeinschaft, die offen für den
Dialog und die Begegnung ist. Wir sind keine politische Organisation. Wir waren
es weder in der Vergangenheit, noch sind wir es heute. Wir bleiben unserer
Linie, dass wir parteipolitisch neutral sind, seit 1984 treu. Die interreligiöse
Begegnung ist wichtig und wir sind immer bemüht, gesellschaftliche Spannungen
und Probleme im Gespräch mitein­ander zu lösen.“
Mehr Empathie
Der Generalsekretär warb für mehr Empathie für die Gefühlslage der
muslimischen Bürger, die zunehmend auf Ablehnung stießen und für terroristische
Bestrebungen oder politische Entwicklungen in Geiselhaft genommen würden.
„Trotz der vielen Übergriffe auf unsere Moscheen und der populistischen oder
radikalen Anfeindungen in diesem Jahr bewahren unsere Mitglieder und Gemeinden
die Ruhe. Bei all den gesellschaftlichen und politischen Spannungen sind wir
gefordert, nach Lösungen und Wegen zu suchen, die ein entspanntes Zusammenleben
ermöglichen. Das gebietet uns unsere soziale Verantwortung“ sagte Alboga.
Gespräche
In internen Gesprächen soll in den nächsten Wochen das gegenseitige
Verhältnis geklärt werden, um möglichst eine gemeinsame Basis für ein
zukünftiges Miteinander zu finden – auch in Haspe.