Training beim Olympiasieger

Hagen/Schwerte. (ric) Es gibt viele Arten, die Sommerferien zu verbringen: Am Strand liegend, in Städten bummelnd, daheim auf dem Balkon… – Oder man macht es wie Nina Moers: Die 15-jährige Schülerin der Hildegardis-Schule in Hagen macht sich mit ihrem Pferd „Spacestar“ auf den Weg nach Herford.

Dort treffen beim „German Friendship“ („Deutsche Freundschaft“) rund 140 Jugendliche aus 35 Nationen mit ihren Pferden aufeinander. Sie alle haben eine Gemeinsamkeit: Die Liebe zum Springreiten.

Die Ministerin treffen

Das „German Friendship“ ist jedoch mehr als ein einfaches Springturnier. Zum siebten Mal findet es bereits auf dem Hof des ehemaligen Nationenpreisreiters Ulrich Meyer zu Bexten statt. Im Vordergrund stehen weniger fehlerfreie Runden und die richtige Zeit, vielmehr geht es darum, internationale Freundschaften zu schließen.

„Die Schirmherrschaft hat übrigens Bundesarbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyen übernommen. Ich werde sie sogar persönlich dort treffen“, freut sich Nina Moers. Die baldige Zehntklässlerin ist seit gut zwei Jahren im Springsport aktiv. Davor war sie in der Dressur unterwegs, doch die wurde ihr auf Dauer zu langweilig. Und so suchte sie nach einem geeigneten Springpferd – und sollte ihr Glück in „Spacestar“, einem 10-jährigen Braunen, finden.

„Dank der Unterstützung meines Trainers machte ich sehr schnell Fortschritte.“ Doch hierfür ist natürlich viel Einsatz gefragt: Sechs Mal pro Woche macht sie sich auf den Weg in den Spring- und Ausbildungsstall Schepers in Schwerte-Ergste. „Dort gab es einfach die besten Bedingungen für mein Pferd und mich“, ist sich die engagierte Schülerin sicher. Und der Erfolg gibt ihr Recht: Aktuell befindet sich das Paar auf dem Weg in Richtung „M“ – es gilt, Hindernisse um 1,30 Meter Höhe zu überwinden.

Wer bekommt mein Pferd?

Das „German Friendship“ wird ihnen sicherlich helfen: Im Mittelpunkt stehen hier international besetzte Teamspringen. Dabei bringen die deutschen Teilnehmer zwei Pferde mit. Eines von ihnen stellen sie einem Partner aus dem Ausland zur Verfügung. Aus diesen durch das Los bestimmten Paaren können Freundschaften fürs Leben entstehen. Und: Das Pferd an einen Fremdreiter abzugeben und ein fremdes Pferd zu reiten, ist eine große Aufgabe und Verantwortung für die jungen Teilnehmer.

Hochkarätige Trainer

„In Herford beim Turnier warten absolut hochkarätige Trainer, die in der Reiterszene Rang und Namen haben“, freut sich Moers. Dabei ist zum Beispiel der weltweit bekannte Springreiter Ludger Beerbaum – seine Erfolge sind kaum noch zählbar. Der Olympiasieger wird den Nachwuchs unterrichten und ihnen wertvolle Tipps geben.

Kurz vor dem Aufbruch nach Herford hält sich die Aufregung bei Nina Moers und ihrer Familie übrigens in Grenzen. Schließlich gab es noch viel vorzubereiten: „Koffer packen, Spacestar bewegen und ihn reisefertig machen haben jetzt erst einmal den Vorrang. Aber dann geht es endlich los…“