Trauer um Glaeser und Kontrollen

Hagen. (san) Der meteorologische Winter ist nun da, wenn auch nicht mit Eis und Schnee, so doch mit viel Dunkelheit und wenig erhellenden Gedanken und Gegebenheiten. Zeit der Unwetter, der Einbrecher, in dieser Woche leider auch der Trauer. Und anscheinend auch eine, die Possen hervorbringt.

So wie diese: Schnee schippen und Treppe putzen sollten Vermietersache sein, das Treppenhaus nicht aus Holz gebaut sein, die Wände bitteschön weiß gestrichen und auch die Fenstergröße von bestimmten Maßen nicht abweichen – diese und mehr Anweisungen brachte die Stadt Hagen in einem Leitfaden für potentielle Vermieter zur Unterbringung von Flüchtlingen heraus. Nicht nur die Empörung Hagener Bürger sowie hiesiger Wohnungsgesellschaften und -vereine schlug in diesen Tagen Wellen – aus ganz Deutschland hagelte es Unverständnis für das Bürokraten-Ansinnen der Volmestadt: Warum ist der Normal-Zustand von tausenden Mietern und ihren Wohnungen für Flüchtlinge nicht angemessen? Und das bei der aktuellen Not an Wohnraum für Flüchtlinge? Schnell hat die Stadt zurückgerudert und verkündete, dass nun  die Wohnungen in Frage kommen, für die eine ordnungsgemäße Baugenhemigung vorliegt und die sich in einem annehmbaren Allgemeinzustand befindet.“

Einbrechern auf der Spur

Dunkle Jahreszeit – Einbrecherzeit. Daher erhöht die Hagener Polizei den Fahndungsdruck. Rund 80 Polizisten besetzten am Dienstag bis in die Abendstunden mehrere Autobahnabfahrten und durchstreiften verschiedene Stadtteile. Einbrecher sollen das Gefühl haben, in Hagen jederzeit in eine Kontrolle geraten zu können. Die Polizei kontrollierte rund 260 Fahrzeuge und 300 Personen. Die Überprüfungen ergaben wertvolle Hinweise, die von der Kripo noch ausgewertet werden müssen.

Die Polizei wird auch zukünftig Großeinsätze zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchs durchführen.

Missbrauch: Kontrollen

Unter Federführung der Ausländerbehörde haben Mitarbeiter des Stadtordnungsdienstes, des Jobcenters und des Allgemeinen Sozialen Dienstes Anfang dieser Woche verschiedene Häuser in Wehringhausen und Haspe aufgesucht. Schwerpunktmäßig ging es um die Überprüfung von ausländer- und aufenthaltsrechtlichen Gesichtspunkten sowie um Leistungsmissbrauch. Insgesamt wurden fast 200 Personen überprüft.

Durch die Ausländerbehörde mussten elf Pässe eingezogen werden, da eine weitere Klärung des Aufenthaltsstatus erforderlich ist. Der Allgemeine Soziale Dienst bemängelte in zwei Fällen die häusliche Versorgung aufgrund fehlender Betreuung Minderjähriger oder mangelnder Warmwasserversorgung und wird in den nächsten Wochen erneut einen Hausbesuch machen. Zukünftig wollen die beteiligten Behörden regelmäßig solche Kontrollen durchführen, um weiteren Leistungsmissbrauch einzudämmen.

Trauer um Jürgen Glaeser

Mit großer Trauer nimmt die CDU Hagen Abschied von ihrem Mitglied Jürgen Glaeser, der nach schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren verstorben ist: „Jürgen Glaeser hat sich um Hagen und hier insbesondere um die Innenstadt verdient gemacht. 1980 hat ihn sein Interesse an der Politik in die CDU geführt. Dort engagierte er sich in der Ortsunion Mittelstadt und in der Mittelstandsvereinigung der CDU Hagen.

Sein Interesse an der Kommunalpolitik führte ihn 1986 in die Bezirksvertretung Mitte. In der Zeit von 1999 bis 2014 kümmerte er sich als Bezirksbürgermeister um die großen und kleinen Belange der Mitte. Ob es um die Entwicklung des Einzelhandels, um die Verkehrsführung und die Stadtteilentwicklung, um die Kunst im öffentlichen Raum oder auch ’nur’ um die Pflasterung in der Fußgängerzone ging, Jürgen Glaeser hatte immer ein wachsames Auge auf ’seine’ Innenstadt. Für  ihn war es immer wichtig, in der Innenstadt ein Gleichgewicht zwischen Wohnen, Leben, Einkaufen und Erholung zu schaffen. Aber nicht allein der Entwicklung der Innenstadt hatte er sich verschrieben, auch die Stadtteile Wehringhausen, Altenhagen, Emst, Eppenhausen, Fleyerviertel lagen ihm am Herzen. Jürgen Glaeser war und ist ein positives Beispiel für gelebtes bürgerliches Engagement. Sein Engagement wurde mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse gewürdigt. Er fehlt uns.“

Ruhrtalbahn rollt weiter

Auch in 2016 und 2017 wird die Ruhrtalbahn jeweils rund 60 Fahrtage mit nostalgischen Zügen durch das Ruhrtal fahren. Am Dienstag, 1. Dezember, unterzeichneten der Bochumer Stadtbaurat Markus Bradtke und Fachbereichsleiter Klaus Tödtmann (Ennepe-Ruhr-Kreis) die Vereinbarung für die kommunalen Zuschussgeber. Für den Regionalverband Ruhr, der die Infrastruktur zwischen Hattingen und Wetter/Wengern-Ost instand hält, sprach Bernd Haberhausen ein Grußwort.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Ruhrtalbahn als langjähriges Erfolgsprojekt in jedem Fall auch über die nun fest vereinbarten zwei Jahre hinaus gefördert werden soll. Klaus Tödtmann zeigt sich insbesondere von den Marketingeffekten der Bahn überzeugt: „Mittlerweile kommen sogar Wochenendgäste aus dem Ausland, um die Attraktion Ruhrtalbahn zu erleben.“

Zu viel Regen

Viel unterwegs war die Feuerwehr: In der Nacht von Montag auf Dienstag kam es in einigen Stadtteilen zu Überflutungen, die Pegel der Bäche und Flüsse stiegen. So war beispielsweise in Haspe die Enneper Straße betroffen, weil die Aske über ihr Ufer trat, in Dahl mussten Keller leergepumpt werden.