Trotz Ferien: Weichen gestellt

Hagen. (ME) Trotz der Ferien wurden in Hagen dieser Tage diverse Weichen für die Zukunft gestellt – einige Beispiele:

Basketball

Die Basketball-Bundesliga-Saison 2015/2016 beginnt für Phoenix Hagen am 3. Oktober mit einem Auswärtsspiel beim Mitteldeutschen BC. Am 7. Oktober ist dann Vizemeister Bayern München in der Enervie-Arena zu Gast. Sprungball wird um 20.30 Uhr sein.

Die 34 Spieltage der Hauptrunde werden zwischen dem 3. Oktober und dem 1. Mai 2016 ausgetragen. Die Hauptrunde der BBL endet für Phoenix Hagen mit einem Heimspiel gegen Wildcard-Empfänger Crailsheim Merlins am 1. Mai 2016 am Ischeland.

Integrationsmittler

Prognosen zufolge werden im Jahr 2015 so viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen wie seit über 20 Jahren nicht mehr. Sprachliche und kulturelle Missverständnisse sind die Folge. Professionell ausgebildete Sprach- und Integrationsmittler („SprInt“) schaffen Verständigung durch fachkundiges Dolmetschen und Vermittlung in soziokulturellen Fragen. Eine neue Generation von Sprach- und Integrationsmittlern wurde  jetzt feierlich verabschiedet.

Im Januar 2014 starteten die Qualifizierungen der Sprach- und Integrationsmittler bei der Diakonie Mark-Ruhr in Hagen und der Ewedo in Dortmund im Rahmen des durch Mittel des Landes NRW und der EU geförderten Projektes „SprInt NRW“. Die Ausbildung dauerte 18 Monate. „Endlich werden unsere Mehrsprachigkeit und die Erfahrung, in zwei Kulturen gelebt zu haben, als besondere Kompetenzen anerkannt“, betont Kurssprecherin Veska Petrova-Schneider. Sie selbst kommt aus Bulgarien und bietet als Sprache Bulgarisch an. Die erworbenen SprInt-Zertifikate wurden von Heike Bettermann (Jobcenter Dortmund) und Volker Klein (Jobcenter Hagen) verliehen.

LED-Leuchten

In diesen Tagen beginnt das von der Stadtbeleuchtung Hagen mit dem Betrieb der „Öffentlichen Straßenbeleuchtung“ beauftragte Unternehmen Alliander Stadtlicht Rhein-Ruhr damit, die herkömmlichen Straßenlampen in Hagen gegen LED-Leuchten auszutauschen. Zwölf Prozent – ganz genau 2.408 – der Straßenlampen im Stadtgebiet bekommen neue Köpfe, wovon 2.033 dann mit LED-Leuchtmitteln betrieben werden. Damit beschließt die Stadt den endgültigen Einsatz der neuen Technik und wird so pro Jahr allein über 100.000 Euro Stromkosten sparen: Die neuen Leuchten verbrauchen im Schnitt nur noch weniger als die Hälfte an Energie.

Baseball-Star

In den vergangenen Tagen war Baseball-Star-Coach Mike Lane zu Gast bei den Hagen Chipmunks. Ermöglicht wurde sein Besuch unter anderem durch die Unterstützung der European Baseball Coaches Association. „Wir betrachten die Anwesenheit von Mike Lane als eine echte Ehre für unseren Verein,“ so die Hagener. Insbesondere am gestrigen Freitag hat Coach Lane die Nachwuchsspieler der Chipmunks und der benachbarten Vereine in einer „Tagesclinic“ trainiert. Eine Fortsetzung gibt es am 20. Juli.

Oberbürgermeister Erik O. Schulz präsentierte am Mittwoch die Flagge der internationalen Bewegung „Bürgermeister für den Frieden“. (Foto: privat)
Oberbürgermeister Erik O. Schulz präsentierte am Mittwoch die Flagge der internationalen Bewegung „Bürgermeister für den Frieden“. (Foto: privat)

Flagge zeigen

Am Rathaus an der Volme weht seit letztem Mittwoch, 8. Juli 2015, die Flagge der internationalen Bewegung „Bürgermeister für den Frieden“. Hagen ist damit eine von 6.706 Städten in aller Welt, die mit dieser Aktion zur atomaren Abrüstung aufrufen. Oberbürgermeister Erik O. Schulz betonte beim Hissen der Fahne, dass es immer wieder wichtig sei, auf die Gefahren der atomaren Bedrohung hinzuweisen, auch wenn sich viele Menschen dieser Gefahr nicht mehr bewusst seien. Er erinnerte sich an die Aktivitäten der Friedensbewegung vor Ort im Jahr 1984 rund um den Beschluss des Rates, Hagen zur atomwaffenfreien Zone zu erklären. „Natürlich werden wir dieses Problem nicht auf kommunaler Ebene lösen. Aber gemeinsam mit vielen anderen Städten ein Zeichen zu setzen, hat schon Bedeutung.“

Besser „Freifunk“

Anlässlich aktueller Berichte über die mangelnde Resonanz der Hagener Geschäftswelt zu den Plänen der Hagen-Agentur und der Dortmunder Dokom 21, ein registrierungspflichtiges und zeitlich limitiertes WLAN in der Hagener Innenstadt zu installieren, spricht sich die Hagener FDP-Fraktion für das konkurrierende Modell „Freifunk“ aus.

Alexander Plahr, netzpolitischer Sprecher der hiesigen FDP-Fraktion, erklärt: „Dass das geplante Angebot der Dokom in Hagen kaum auf Gegenliebe stößt, verwundert nicht. Nutzer müssen sich umständlich registrieren, können das Angebot dann aber nur 30 Minuten nutzen. Zudem setzt die Dokom auf einen streng gefilterten Zugang. Die Nutzer bekommen also gar nicht echtes Internet, sondern eine zensierte Fassung. Alles in allem ein im Jahr 2015 nicht überzeugendes Angebot.“ Von der Hagen-Agentur vorgebrachte Haftungsrisiken sehen die Liberalen nicht: „Freifunk profitiert nach Telemediengesetz vom Haftungsprivileg für Zugangsanbieter – nicht anders als etwa Dokom auch.“