Überraschungen im Schloss Hohenlimburg

Hagen. (saz/san) Eine überraschende Personalie wurde am Mittwoch, 11. März 2015, aus Hohenlimburg gemeldet: Die Schloss gGmbH ist nicht mehr in der Lage, ihre Managerin zu finanzieren, weshalb die sofortige Trennung verkündet wurde.

Der Anfang vom Ende?

Beim Schloss Hohenlimburg stehen ernste Änderungen an. Nach der Abschmelzung von Zuschüssen, zu erwartenden fehlenden Einkünften und die Einführung des Mindestlohns steht die gemeinnützige GmbH finanziell schlecht da. Trotz deren anerkannt guter Arbeit wurde die Entscheidung getroffen, sich von Julia Dettmann als Geschäftsführerin zu trennen. An ihrer Stelle wird Erbprinzessin Marissa zu Bentheim-Tecklenburg, Ehefrau von Fürst Maximilian, das Amt während einer Übergangszeit ehrenamtlich übernehmen.

Die bereits gestarteten Umbauarbeiten am und im Schloss (neue Heizung, Sanierung der Wände und Böden, Außenmaßnahmen) sollen sich voraussichtlich bis in den Herbst erstrecken. Währenddessen werden immer wieder Teile des Schlosses für Besucher unzugänglich sein. Alle gebuchten Veranstaltungen werden aber stattfinden.

Letztes Stündlein

Am Montagmorgen, 9. März 2015, rückte der Gerichtsvollzieher im berühmt-berüchtigten „rosa Haus“ in Wehringhausen an, die Polizei im Schlepptau. Doch zu einer Räumung unter Zwang kam es an der Weidestraße nicht. Die neunköpfige Familie war zuvor ausgezogen, ein Mitglied war zur Stelle, um den Schlüssel zu übergeben. Allerdings wurde das Haus, das nun im Zuge des Neubaus der Bahnhofshinterfahrung so schnell wie möglich abgerissen werden soll, nicht im verlangten „besenreinen“ Zustand hinterlassen. Die Kosten für die Entrümpelung werden wohl zu Lasten des Steuerzahlers gehen.

Jahrelang hatten sich die Bewohner geweigert, das Gebäude zu verlassen. Ein langer Rechtsstreit folgte. Auch ein Angebot über 40.000 Euro der Stadt Hagen als Eigentümerin des Hauses stieß bei den Mietsäumigen auf Ablehnung.

Schnelle Zeugen

Zwei Passanten, 27 und 47 Jahre alt, reagierten am Dienstagnachmittag, 10. März 2015, vorbildlich, konnten einem Handtaschenräuber die Beute abjagen und der Bestohlenen zurückgeben. Gegen 16 Uhr betrat eine 87 Jahre alte Frau mit ihrem Rollator den Fahrstuhl in einem Geschäftshaus an der Marienstraße. Ein Unbekannter versetzte ihr einen Stoß, riss ihre Handtasche an sich und flüchtete über die Marienstraße in Richtung Hochstraße. Durch die Hilferufe der 87-Jährigen wurde der 27-jährige Passant aufmerksam und er lief hinter dem Räuber her. Ein zweiter Zeuge bemerkte die Verfolgung und jagte ebenfalls hinter den beiden her. Da die Zeugen langsam aufholten, warf der Täter die Tasche auf den Boden, verschaffte sich so einen Vorsprung und konnte entkommen.

Die couragierten Zeugen brachten die Tasche mitsamt Inhalt zurück. Sie beschreiben den Räuber als einen 25 bis 27 Jahre alten, mindestens 1,87 Meter großen und schlanken Mann. Er hat dunkle Haare, und trug ein weißes Kapuzenshirt, eine helle Hose und einen dunklen Rucksack. Hinweise erbeten unter Tel. 986-2066.

Schwerer Unfall

Richtung Ennepetal ging am Mittwochmorgen, 11. März 2015, nichts mehr, weil sich mit Beginn des Berufsverkehrs ein schwerer Unfall in Hasperbach ereignete: Ein mit Schrott beladener LKW-Container kippte auf die Gegenfahrbahn der Hagener Straße und begrub einen Pkw unter sich. Die Fahrerin des Wagens wurde eingeklemmt und schwer verletzt. Die Polizei sperrte in Haspe bereits die Voerder Straße ab dem Abzweig Kettelbach. Der Berufsverkehr staute sich bis Haspe-Zentrum zurück, Busse fielen aus und etliche Schüler hatten das Nachsehen. Erst am Mittag wurde die Strecke wieder frei gegeben. Verursacht wurde das Umkippen wohl durch eine gebrochene Deichsel.