Übersinnliche Welten im Osthaus-Museum

22 Tarotkarten

22 Tarotkarten, die nun in überdimensionaler Größe die Galerie im Hagener Osthaus-Museum zieren, hat der Münchener Künstler Ugo Dossi kreiert. Weg vom Kitsch, hin zu klaren Symbolen war hierbei sein Ziel. (Foto: Ines Hyla)

Hagen. (hy/lz) Unter dem Titel „Sinnlich und Übersinnlich“ präsentiert das Osthaus-Museum Hagen noch bis zum 17. September eine Ausstellung mit Werken von Ugo Dossi. In den rund 100 Bildern und Objekten des Münchener Künstlers werden sein großes Interesses an der Naturwissenschaft, magischem Denken und seine spirituelle Sicht der Welt deutlich. Seinen künstlerischen Ausdruck findet er unter anderem in der Form des Wirbels.
Weltmodelle
Die Ausstellung gibt einen umfassenden Überblick über die Facetten des Künstlers. So widmet er sich den Weltmodellen in unterschiedlicher Art, dabei fließen auch kosmologische Modelle mit ein. Darüber hinaus widmet er sich den Tierkreiszeichen und ihren Bedeutungen sowie Farb- und Formgestaltungen.
Drei verschiedene Sphären
Dossi unterteilt sich in drei Blöcke. Der erste Teil widmet sich dem Tierkreis, dem sogenannten Zodiac. Um die Welt einzuteilen, schufen die Menschen in früheren Zeiten 12 Zeichen, die die Mondumläufe zählten und die Zeit einteilten. Jedem Zeichen wurde eine besondere Eigenart zugeschrieben. Ugo Dossi verbindet diese in seinen Werken mit den vier Elementen Wasser, Erde, Luft und Feuer. Farbliche Kombinationen in seinen Werken stellen die Eigenarten dar, und jeder Farbkombination ordnet er ein Tierkreiszeichen zu, das er selbst kreiert hat.
Das Spiel des Tarot
Ein weiterer Teil der Ausstellung sind Dossis Tarotkarten. Möglichst wenig kitschig stellt er in 22 großen Acrylbildern die Trümpfe dar, die zusammen in jedweder Kombination zu einer Erzählung führen und das Schicksal voraussagen sollen.
Vollkommenheit der Dinge
Der dritte Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit der Darstellung der Vollkommenheit, die Ugo Dossi in einer ägyptischen Nepher sieht. Vollkommen deshalb, weil die ägyptischen Nepher früher den Göttern übergeordnet waren. In seinen digital aufgedruckten Acrylbildern hat der Münchener das weibliche Antlitz abgebildet, mit einem Zeichengerät wurde dann ein Tierzeichen aufgekratzt. Das verleiht den Bildern ihren ganz besonderen Glanz und Mythos. Präsent in seinen Werken ist auch Dossis eigenes Zeichen, ein blumenartiges Unendlichkeitssymbol, das dafür steht, alles miteinander zu verbinden.
Element der Kreation
Ein Element, das Udo Dossi bei der Weltbeschreibung benutzt hat, ist das automatische Zeichnen. Dies geschieht, wenn die Zeichnungen nur durch unbewusste Impulse erfolgen. Damit sind die Zeichnungen ein Ausdruck des Unterbewusstseins.
Die Ausstellung ist bis zum 17. September dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr im Osthaus-Museum, Museumsplatz 3, zu sehen.