Unbekanntes Schieferhaus – Können wk-Leser helfen?

Heimatbund und wochenkurier fragen nach längerer Pause erstmals wieder: Welcher Leser weiß, wo dieses Schieferhaus, gebaut auf jeden Fall weit vor 1900, gestanden hat (oder noch steht)? (Foto: Heimatbund-Archiv)

Hagen. (ME) Der Hagener Heimatbund (HHB) baut seit über vier Jahren ein umfangreiches digitales Fotoarchiv auf, betreut insbesondere von Hauptkassierer Ekkehard Müller-Kissing und dem Mitvorsitzenden Jens Bergmann. Gut und gerne dreißigtausend Bilder wurden von ihnen und ihren Mitstreitern bereits eingescannt und natürlich mit Suchbegriffen versehen, damit ein schneller Zugriff möglich ist. Dabei taucht immer mal wieder ein Bild auf, das keiner der zuständigen HHB-Heimatforscher zuordnen kann.

In Zusammenarbeit mit dem wochenkurier hat der Heimatbund deshalb vor über einem Jahr die Serie „Suchbild“ gestartet. Der HHB-Vorsitzende Jens Bergmann erläutert: „In loser Folge stellen wir ein Bild vor, von dem wir nicht wissen, was darauf zu sehen ist und bitten Sie, liebe Leser, uns bei der Zuordnung zu helfen.“

Das kann man, indem man dem Hagener Heimatbund eine Mail schickt (info@hagenerheimatbund.de), man kann dem HHB auch „normal“ schreiben (Hagener Heimatbund, Eilper Straße 71, 58091 Hagen) oder ihm auf den Anrufbeantworter sprechen (Telefon 02331 / 207-5621 – bitte Telefonnummer hinterlassen, damit jemand zurückrufen kann!). „Sobald wir Klarheit haben, berichten wir, was sich ergeben hat“, versprechen Jens Bergmann und Ekkehard Müller-Kissing.

Märkisches Schieferhaus

Heute folgt – nach längerer Sommerpause – eine neue Such-Aktion. Wir zeigen ein typisches märkisches Schieferhaus – vermutlich stammt es aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Wie seinerzeit recht häufig üblich (man denke ans Wachholderhäuschen), weist der Bau einen Dreiecksgiebel und ein Satteldach auf; der Bereich oberhalb der Tür scheint mit einer Holzschnitzerei geziert zu sein. Im Straßenpflaster sind Schienen erkennbar. Und rechts neben unserem Schieferhaus steht ein größerer Bau, der vielleicht eine Schule sein könnte. Jens Bergmann weiß, dass dieses Bild von Paul Schulte gemalt wurde. Schulte war in den 1920er und 30er Jahren einer der bekanntesten Heimatforscher der Region – insbesondere seine zahlreichen Schriften über Haspe sind legendär und stellen bis heute eine wichtige Fundgrube dar.

Ähnliche Bauten wie das gesuchte Schieferhaus standen früher zuhauf im Hagener Raum. Doch wo könnte sich das hier abgebildete befunden haben? Oder existiert es gar noch? Vielleicht ein wenig umgebaut? Der Heimatbund hofft jedenfalls auf kundige Leser.

Übrigens, liebe Leser: Wenn Sie selbst ein Bild haben, von dem Sie nicht wissen, was darauf zu sehen ist, möchte der Heimatbund gerne Hilfe anbieten. „Und wenn Sie Fotos besitzen, die Sie für unsere Datei zur Verfügung stellen wollen (die Originale bekommen Sie natürlich zurück!), würden wir uns auch sehr freuen,“ ergänzt HHB-Vorsitzender Bergmann.

Noch ein Tipp für alle Hagener, die sich für die hiesige Geschichte interessieren: Am Samstag, 17. November 2012, erscheint im Ardenkuverlag das vom Hagener Heimatbund herausgegebene „HagenBuch 2013“.