Unten Mülltonne, oben Einwurf

Hagen. Müllcontainer vor der Haustür sind nicht gerade attraktiv, umherfliegender Unrat zieht Schädlinge an, und besonders im Sommer bildet sich unangenehmer Geruch. Ältere oder behinderte Bewohner tun sich schwer, die großen Deckel zu öffnen.

Um diese Umstände zu verbessern, bietet der Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) jetzt das sogenannte „Unterflursystem“ an. Damit verschwindet der Müll einfach in der Erde: Ein drei, vier oder sogar fünf Kubikmeter große Sammelbehälter wird im Boden versenkt. Oberirdisch steht nur noch eine Einwurfsäule, in der jeweils Restmüll, Altpapier sowie Gelbe Säcke bequem entsorgt werden können. Dunkle Ecken zwischen Containern und unübersichtliche Waschbetonboxen sind damit ebenfalls passé. Und ein Schloss garantiert, dass nur berechtigte Personen ihren Müll einwerfen.

Für den Einbau (in drei Metern Tiefe) gelten bestimmte Voraussetzungen: der Untergrund muss frei von beispielsweise Fernmeldekabeln, Versorgungsleitungen oder großem Wurzelwerk sein. Da die Behälter am Leerungstag mit einem Kranwagen aus der Erde gehoben werden, ist ein Freiraum von neun Metern über dem Standort Voraussetzung. Damit diese modernen Entsorgungssysteme auch für private Großwohnanlagen erschwinglich sind, bietet der HEB den Eigentümern in Hagen eine Contracting-Vereinbarung an, die die Finanzierung der Baugrube und der Betonwanne (Fertigteil) über zehn Jahre hinweg ermöglicht. Die Wartung und Instandhaltung übernimmt der HEB.

Ein Video zum neuen Unterflursystem finden Sie übrigens bei unseren Videos!