Unterrichten im Hochland von Guatemala

Hagen. (ME) Paulina Fritz ist eine junge Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht. Und sie ist vielseitig interessiert. Nicht nur, dass sie beim TSV Hagen 1860 erfolgreich Basketball gespielt hat und sich mit dem Titel des Deutschen Meisters schmücken darf. Nein, auch das Abitur hat die 18-Jährige seit einigen Wochen in der Tasche. Obendrein hat sie jetzt ein großes Ziel vor Augen: Sie möchte ein halbes Jahr im mittelamerikanischen Staat Guatemala verbringen.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallop vom Dezember 2012 zählen die Einwohner Guatemalas zwar mit zu den glücklichsten Menschen auf der Erde, andererseits leidet das Land jedoch unter extremen sozialen Gegensätzen (über 50 Prozent Armut!). „Ich möchte dort im Rahmen eines Auslandspraktikums helfen und Kinder unterrichten,“ erzählt die junge Hagenerin. Vermittelt wurde ihr das Praktikum von der Organisation „Praktikawelten“.

Ab 3. Oktober

Bereits am 3. Oktober 2014 soll’s losgehen. Bis Anfang April will sie dann in der etwa 35.000 Einwohner zählenden Kleinstadt Antigua im zentralen Hochland Guatemalas leben. Wohnen wird sie in einer Gastfamilie.
Paulina Fritz hat schon vor Jahren den Entschluss gefasst, nach dem Abitur ein Weilchen ins Ausland zu gehen. Dass es nun ein Aufenthalt in Lateinamerika wird, hat auch mit der dortigen Sprache zu tun. „Spanisch – das passt!“ sagt sie frohgemut. Fremde Sprachen faszinieren die junge Frau aus dem Hagener Stadtteil Helfe – und so freut sie sich unbändig darauf, nicht nur kleinen Guatemalteken das „ABC“ beibringen zu dürfen, sondern auch darauf, selbst ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern zu können. Angst, dort zu leben, hat sie nicht. „Guatemala ist inzwischen ein politisch stabiles Land,“ weiß sie, „die Zeiten des Bürgerkriegs sind lange vorbei.“

Blog und Bericht

Um nach Guatemala reisen und dort leben zu können, hat sie in den letzten Jahren reichlich gejobbt und möglichst jeden Cent gespart. Die eigentlichen Reisekosten vermag sie denn auch abzudecken. Vor Ort wird sie aber aus finanziellen Gründen wohl keine großen Sprünge machen können – es sei denn, sie findet noch Sponsoren in Hagen. Worauf sie inständig hofft. Wer sie unterstützen möchte, wendet sich an die wochenkurier-Redaktion, Tel. 02331 / 32211.

Ihre Freunde in der Heimat will Paulina Fritz regelmäßig auf dem Laufenden halten über das, was sie in Antigua erlebt. Und auch die wochenkurier-Leser sollen alle paar Wochen an ihren Erlebnissen teilhaben. Denn zum einen plant sie einen Blog, also ein öffentlich einsehbares Tagebuch auf einer Internet-Website. Und zum anderen möchte sie einmal im Monat die wochenkurier-Redaktion mit „Lesefutter“ versorgen. Wir sind gespannt…