Vergnügliches Bewegen bewegt viele und vieles

Vergnügliches Bewegen bewegt viele und vieles
Freudige und bewusste Bewegung ohne Leistungsdruck – daran besteht immer größerer Bedarf. Ein weites Tätigkeitsfeld tut sich auf für Fachkräfte, die sich zu Bewegungspädagogen ausgebildet haben. (Foto: Fotolia/ Bildungswerk für ganzheitliche Therapien)

Hagen. Wer selbst Freude an Bewegung hat und gern mit Menschen arbeitet, bringt beste Voraussetzungen mit für die Tätigkeit als Bewegungspädagoge/in.

Neues Berufsbild

Dieses neue Berufsbild befindet sich noch stark in der Entwicklung. Der Bedarf an qualifizierten Bewegungspädagogen wächst unterdessen stetig. Ob jung, ob alt, ob sportlich oder untrainierter Einsteiger – in jeder Lebensphase vom Kindergartenkind über die Gruppe gestresster Berufstätiger bis hin zu den Senioren brauchen Menschen einen neuen zeitgemäßen Zugang zur freudigen Bewegung.

„Der Einsatz von Bewegungspädagogik ist vielfältig – in Prävention, in Rehabilitation und Pädagogik, im Sport und Wellnessbereich und begleitend zur Gewichtsreduktion“, erläutert Sigrid Gottmann, Leiterin des „Bildungswerks für ganzheitliche Therapien“, das eine Ausbildung zum Bewegungspädagogen anbietet.

„Bewegungspädagogik unterscheidet sich von Sportangeboten durch intensive Förderung von Körperbewusstsein, Individualität und Eigenverantwortung, setzt Schwerpunkte auf Wohlbefinden und lustvolles Bewegen, geht niemals über Schmerzgrenzen und weckt Freude an regelmäßigen Bewegungseinheiten“, so die Schulleiterin. Bewegungspädagogik integriert auch seelisch-geistige Bereiche in Bewegungsverfahren und berücksichtigt die Verknüpfung von Bewegung und psychischer Verfassung.

Moderne Senioren

Eine immer größer und wichtiger werdende Gruppe für Bewegungsverfahren sind die „neuen Senioren“, Menschen die im Ruhestand noch eine lange Lebensphase vor sich haben, die sie möglichst vital und selbständig mit viel Lebensqualität verbringen möchten.
Durch ganzheitliche Anregung der Wahrnehmungs- und Bewegungsfähigkeit trainieren ältere Menschen sowohl ihren Bewegungsapparat wie ihr Herz-Kreislaufsystem aber auch geistige Fähigkeiten und erhöhen ihre Stimmungslage.

Demenzprophylaxe

Gemeinsames Walken im Park, vergnügtes Bewegen zu Klängen und Rhythmen oder zum Beispiel einfaches freud­volles Jonglieren sind eine sinnvolle wie vergnügliche Demenz-Prophylaxe und wirken Altersdepressionen entgegen, denn es besteht eine enge Wechselbeziehung zwischen äußerer Beweglichkeit wie geistig-seelischer Bewegtheit eines Menschen.

Weites Tätigkeitsfeld

Eine Ausbildung in Bewegungspädagogik richtet sich an Angehörige pädagogischer, medizinischer und/oder sozialer Berufe sowie an Berufsfremde, hier insbesondere an Bewegungsverfahren Interessierte und junge Ruheständler.
Ausbildungsziel ist eine unterrichtende Tätigkeit unterschiedlichster Bewegungsverfahren, entweder freiberuflich oder integriert in einem bestehenden Beruf.
Möglich ist auch eine stundenweise Tätigkeit in Form von Kursleitungen und Bewegungseinheiten in pädagogischen Einrichtungen, in der Seniorenarbeit oder betrieblichen Gesundheitsvorsorge.

Ausbildung startet im September

Körperwahrnehmung wecken, Verantwortung übernehmen für den körperlichen Zustand, körperlich wie geistig beweglich und vital sein – darauf zielt die ganzheitliche Bewegungspädagogik, die das „Bildungswerk für ganzheitliche Therapien“ mit Sitz in Gevelsberg ab Samstag, 15. September, in Hagen anbietet.

Die sechsmonatige Ausbildung ist eine Kombination aus Fernstudium und Präsenzunterricht an sechs Wochenenden im Arcadeon an der Lennestraße 91 in Halden und somit berufsbegleitend möglich.

Weitere Infos gibt es unter Tel. 02332 / 149269 oder online: www.bgt-weiterbildung.de.