Verkehrsminister besucht Bahnhofshinterfahrung

Verkehrsminister besucht Bahnhofshinterfahrung
Baudezernent Thomas Grothe (rechts) erläutert Verkehrsminister Hendrik Wüst (links) den Bau- und Planungsstand der Bahnhofshinterfahrung. (Foto:Wirtschaftsbetrieb Hagen)

Hagen. Im Rahmen seiner Baustellentour besichtigte der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Hendrik Wüst am Montag, 16. Juli, die Baustelle der Bahnhofshinterfahrung.
Die Bahnhofshinterfahrung ist aktuell das größte kommunale Straßenbauprojekt in NRW. Hagens Baudezernent Thomas Grothe führte die Besuchergruppe über die Baustelle und erläuterte dazu den Bau- und Planungsstand.

Der Verkehrsminister konnte sich vor Ort einen Überblick über den Baufortschritt verschaffen. Bereits fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben ist der Bauabschnitt zwischen Wehringhauser Straße und Volkshochschule. Zwischen Weidestraße und Eckeseyer Straße laufen die Arbeiten unter der Regie des Wirtschaftsbetriebes Hagen (WBH) mit Hockdruck. Nachdem im April die Träger für die neue Brücke an der Eckeseyer Straße eingeschwenkt wurden, steht jetzt mit der Querung der Ennepe im Bereich der Weidestraße der Bau des letzten Brückenbauwerkes an. Die Haupttrasse der Bahnhofshinterfahrung ist gut 1,6 Kilometer lang, die Länge der Anschlüsse beläuft sich auf noch einmal rund 1,3 Kilometer.

Entlastung des Graf-von-Galen-Rings

Die Bahnhofshinterfahrung wird nach ihrer Fertigstellung Ende 2019 zu einer deutlichen Entlastung des Graf-von-Galen-Ringes, insbesondere vom Schwerlast- und Durchgangsverkehr, wie bereits heute im Bereich des Bodelschwinghplatzes, führen. Daneben eröffnet der Bau der Bahnhofshinterfahrung die Möglichkeit, teils seit Jahrzehnten brachliegende Flächen, zum Beispiel die des ehemaligen Postbahnhofes westlich des Hauptbahnhofes, einer neuen, hochwertigen gewerblichen Nutzung zuzuführen.
Verkehrsminister Wüst unterstrich die Bedeutung kommunaler Straßenbaumaßnahmen. Nicht nur der Bau und die Sanierung von Autobahnen und Bundesstraßen seien für Nordrhein-Westfalen von eminenter Bedeutung, auch im kommunalen Straßenbau beste­he ein großer Nachholbedarf.

Er verwies auf ausreichende Fördermittel des Landes auch zur Unterhaltung kommunaler Straßen. Großes Interesse zeigte der Minister an den Planungen, die Flächen westlich des Hauptbahnhofes, das so genannte „Westside“-Areal, durch eine Verlängerung der vorhandenen Personenunterführung unterhalb der Gleisanlagen fußläufig an den öffentlichen Personennah- und -fernverkehr anzuschließen.

Die im Jahr 2012 begonnene Baumaßnahme liegt sowohl im Zeit- als auch im Kostenrahmen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 65 Millionen Euro. Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen fördern die Maßnahme mit rund 42,5 Millionen.