Von Babelsberg nach Hollywood

Hagen. (hc) Wenn das Theater auf die Leinwand kommt, dann ist Musik ein wichtiger Bestandteil aller Produktionen. Eingängie Melodien, die selbst Geschichte schrieben, sorgen stets für einen hohen Wiedererkennungswert der Filme oder sind selbst so berühmt, dass sie zu Welthits wurden.

Carina Sandhaus kehrt nach 1992 erstmals wieder auf die Hagener Bühe zurück. (Foto: Klaus Lefebvre)
Carina Sandhaus kehrt nach 1992 erstmals wieder auf die Hagener Bühe zurück. (Foto: Klaus Lefebvre)

Daher entschied sich das Theater Hagen für eine Filmmusik-Schlager-Revue, die an den Erfolg des Swing-Abends „Fly with me“ anknüpfen soll.

„Von Babelsberg nach Hollywood“ lautet der Titel der Veranstaltung. Während Hollywood die Film-Traumfabrik in den USA ist, ist Babelsberg das Zentrum des deutschen Films. Premiere der Veranstaltung ist am kommenden Samstag, 9. April, um 19.30 Uhr.

Emotionen und  Erinnerungen

Die Idee, die Filmmusik zum Thema zu machen, kam von Thilo Borowczak und Imme Winckelmann. „Es sollte ein Nachfolge projekt für den beliebten Swing-Abend werden. Auf das Thema Filmmusik sind wir gekommen, weil es Emotionen und Erinnerungen erzeugt“, so Borowczak.

30 Titel in knapp zwei Stunden

Insgesamt 30 Titel wählte das Produktionsteam rund um Borowczak, Ricardo Fernando (Inszenierung und Chorographie), Jan Bammes (Bühne), Christiane Luz (Kostüme), Steffen Müller-Gabriel (musikalische Leitung) aus. „Wir mussten unsere Auswahl auf ein Drittel begrenzen, weil es es einfach zu viele gute Lieder gibt“, erklärte Borowczak.

Dabei gab es von vornherein eine selbst gewählte Auflage: Nur Songs, die ausschließlich für Filme geschrieben und produziert wurden, kamen in die Auswahl. Zwei kleine Ausnahmen gestatten sie sich dann doch: „Diamonds are a girl‘s best friend“ und „La-Le-Lu“.

Die Reihenfolge der Songs wird übrigens nicht chronologisch ablaufen, sondern einen bunten Mix liefern.

Tillmann Schnieders wird nicht nur als tanzender Sänger auftreten, sondern auch als Moderator ein wenig durch den Abend führen.

Die Sänger-Crew besteht aus den Hagenern Marilyn Bennet, Kenneth Mattice und Tillmann Schnieders, von außerhalb kommen der junge Sami Seyhan, der erstmals als Solist auftritt bei „La-Le-Lu“ (Wenn der Vater mit dem Sohne), Carina Sandhaus und Hannes Staffler.

Kombination aus Tanz und Gesang

Sandhaus und Staffler kommen aus dem Musicalbereich, so dass die Kombination aus Gesang und Tanz einfacher fällt, doch Choreograph Ricardo Fernando gibt zu bedenken: „Immer wenn man mit einem neuen Choreographen zusammenarbeitet, muss man sich auf ihn einstellen.“ Das komplette Hagener Ballett wird auf der Bühne stehen, die Sänger wollen zudem tanzen.

Eine Besonderheit ist, dass das Orchester mit einer ergänzenden Rockband auf der Bühne spielen wird. Dafür wird der Orchestergraben zur Extra-Bühne. „So kommen wir noch näher an das Publikum heran“, erklärt Borowczak.

Die Zuschauer dürfen sich zudem auf eine Showtreppe freuen, über die „Marilyn Monroe“ und Co. schreiten.

Große Vorfreude

Die Vorfreude war beim musikalischen Leiter Steffen Müller-Gabriel besonders zu spüren. „Ich freue mich riesig. Ich weiß schon jetzt, dass es mir wieder richtig gut gefallen wird.“ Er streicht dabei vor allem heraus, dass es viele Stücke mit Gesang gibt, was ihm persönlich sehr gut gefällt. Aber auch von „Star Wars“ über „Mission Impossible“ erwartet die Zuschauer und Zuhörer tolle Musik.

„Ohrwurmfabrik“

Von einer richtigen „Ohrwurmfabrik“ spricht Müller-Gabriel, denn die Songs bleiben im Kopf. Er selbst kann sich natürlich auch nicht dem Zauber der Melodien entziehen und wird auch zuhause des Öfteren dabei erwischt, wie er munter weiterpfeift.

Dabei war er zunächst ein wenig skeptisch, ob so viele Hits am Stück funktionieren können, „Es kann!“, lautet sein abschließendes Fazit.

Insgesamt elf Aufführungen wird es geben, zehn öffentlich und eine private für die Hagener Sparkassen, die diese Revue stark unterstützt.

Inklusive Pause dauert die Aufführung gut 150 Minuten.