Von Bajohr bis Phoenix

Hagen. (Red., 30.12.09) Das war Hagen 2009! Der wochenkurier lässt die wichtigsten Ereignisse des ablaufenden Jahres chronologisch Revue passieren (erstellt mit Hilfe des städtischen Presseamtes).

Heute berichten wir über das erste Halbjahr 2009:

Dienstag, 12. Januar: Der Verwaltungsvorstand der Stadt Hagen beschließt, die nach der Brandsanierung mit erhöhten Styrolwerten belasteten Räume an der Heinrich-Heine-Realschule bis zu den Sommerferien frei zu ziehen. Der Unterricht wird in die Räume der benachbarten Geschwister-Scholl-Hauptschule verlegt.

Donnerstag, 15. Januar: Paul Wolf, Vorsitzender der Hagener Fußball-Kreisspruchkammer, langjähriger Jugendleiter und Geschäftsführer der Fußballer der SG Vorhalle 09 sowie früherer Personalratsvorsitzender der Stadtverwaltung, wird mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik ausgezeichnet.

Montag, 26. Januar: Stefan Bajohr gibt nach einjähriger Tätigkeit seinen Rücktritt als Mentor bekannt. Die Stadt Hagen und die Bezirksregierung wollen stattdessen nun eine gemeinsame Zukunftskommission zur Erarbeitung von Sparpotentialen einsetzen.

Dienstag, 27. Januar: Waldemar Richter, 1947 Deutscher Vizemeister über 400 Meter Hürden sowie 1950 sowohl mit der 4 x 400 Meterstaffel des VfL Eintracht Hagen über 400 Meter Hürden Deutscher Vizemeister, verstirbt im Alter von 87 Jahren.

Mittwoch, 4. Februar: Die gemeinsame Zukunftskommission der Stadt Hagen und der Bezirksregierung Arnsberg nimmt mit dem Ziel, Einsparmöglichkeiten für Hagen zu erarbeiten, die Arbeit auf. Dem Gremium gehören als städtische Vertreter an: Kämmerer Christoph Gerbersmann, Stefan Keßen, Uwe Quitter, Susanna Kruschwitz und Horst Flüshöh.

Dienstag, 11. Februar: Robert „Pinky“ Smith, langjähriger Hagener Bundesliga-Basketballer und mit dem SSV Hagen 1975 deutscher Pokalsieger, verstirbt im Alter von 57 Jahren.

Donnerstag, 12. Februar: Der Rat der Stadt beschließt, mit Mitteln des Konjunkturpaketes II den Neubau des Tierheims sowie die Sanierung und den Ausbau der Ischelandhalle auf den Weg zu bringen. Insgesamt stehen Hagen 26 Millionen Euro aus Bundesmitteln für Investitionen zur Verfügung.
Axel Schütz, Vorsitzender des Festkomitees Hagener Karnevals, verstirbt im Alter von 49 Jahren.

Mittwoch, 4. März: Karl-Heinz Zündorf, weithin bekannter Sport-Funktionär, verstirbt im Alter von 81 Jahren.

Mittwoch, 18. März: Karl Lipps, langjähriger Vorsitzender und Ehrenvorsitzender des TV Delstern verstirbt im Alter von 87 Jahren.

Montag, 23. März: Die Sanierung der insolventen Hagener Modekette SinnLeffers ist erfolgreich abgeschlossen. 2500 Arbeitsplätze an 25 Standorten, darunter Hagen, konnten erhalten werden, nachdem die Hälfte der Filialen geschlossen wurde.
Ursula Schumacher, Witwe des Hagener Ehrenbürgers Emil Schumacher und Stifterin der bedeutenden Bildsammlung für das neue Schumacher-Museum, verstirbt im Alter von 89 Jahren.

Dienstag, 24. März: Die Friedrich Gustav Theis Kaltwalzwerke GmbH im Lennetal mit 1465 Mitarbeitern an 13 Standorten im In- und Ausland muss Insolvenz anmelden. Grund: die Absatzkrise der Autoindustrie als Hauptabnehmer des Unternehmens.

Donnerstag, 2. April: Das Christian-Rohlfs-Gymnasium begeht mit einem Festakt und einem Schulfest das 100-jährige Jubiläum.

Samstag, 4. April: Überraschend gewinnt der B-Jugendliche Nils Hausegger vom KSV Hohenlimburg bei den deutschen A-Jugend-Meisterschaften im Freistil in Halbergmoos die Silbermedaille.

Sonntag, 19. April: Die Ü35-Faustballer des TSV Hagen 1860 gewinnen im argentinischen Montecarlo in der Besetzung Markus Eckert, Holger Bock, Carsten Braatz, Christian Thobe, Dirk Schachtsiek, Gregor Hafer, Achim Pichen, Andreas Schmitz und Michael Reinhart durch einen 11:9, 11:5, 11:6-Finalerfolg über Amigos de Joinville aus Brasilien den Weltcup.

Samstag, 25. April: Durch einen 111:69-Kantersieg im abschließenden Saisonspiel in der ausverkauften Ischelandhalle über die Bremen Roosters qualifiziert sich Phoenix Hagen in der Besetzung Quentin Pryor, Chase  Griffin, Malte Schwarz, Zach Freeman, Kristof Schwarz, Matthias  Grothe, Thomas Dreesen, Yannick Opitz, Torben Paulsen, Dominik Spohr, Aaron Fleetwood, , Bernd Kruel,  Max Schulze-Pals und Josh Mueller als Vizemeister der 2. Bundesliga Pro A für den Aufstieg in die Bundesliga.

Sonntag, 26. April: Der Hagener Degenfechter Tobias Gayk wird mit Bayer Leverkusen deutscher Mannschaftsmeister.

Samstag, 2. Mai: Auf dem Festgelände am Hilgenland begeht der Schützenverein Boele das 175-jährige Bestehen.
Bei den deutschen Basketball-Meisterschaften erkämpfen sowohl die weibliche U-18-Jugend mit Sabrina Wulf, Annika Löwen, Paulina Gjorgjeska, Annika Reinhardt, Kimberly Pohlmann, Kathrin Schlatt, Chiara Beele, Kirsten Kaminski und Sarah Sigfanz als auch die U-16 des TSV Hagen 1860 mit Viona van der Lugt, Carina Sickmann, Lara Froese, Friederike Grunau, Lisa Lippe, Laura Eicken, Jacqueline Knura, Artemis Karaveli, Paraskevi Kourtoglo, Alexandra Haase, Svenja Mielke, Theresa Cramer und Paulina Fritz die Bronzemedaille.

Montag, 4. Mai: Die Zukunftskommission stellt ein 90,5 Millionen Euro umfassendes Sparpaket zum Abbau des strukturellen Haushaltsdefizits für die Stadt vor.

Freitag, 8. Mai: Nach einer Ortsbesichtigung im Hohenlimburger Injoy-Sportzentrum, das in eine Halle mit einer Kapazität von 3.100 Plätzen umgewandelt werden soll, erhält Phoenix Hagen am 8. Mai die Lizenz für die Bundesliga – allerdings mit der Auflage, dass die Ausweichhalle bis zum 31. Juli spielfertig sein muss.

Montag, 11. Mai: Sowohl Phoenix Hagen als auch der BBV Hagen erhalten je einen Startplatz in der neuen Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) der Altersklasse U16 zugesprochen.

Donnerstag, 14. Mai: Rund 600 Hagener demonstrieren in der Innenstadt gegen drohende Kürzungen im Kulturbereich.
Die Basketballerinnen des TSV Hagen 1860 erhalten einen Startplatz für die neu gegründete Weibliche Nachwuchs-Bundesliga (WNBL) der Altersklasse U17.

Freitag, 15. Mai: Die für 800.000 sanierte und komplett renovierte Remberghalle wird nach zehnmonatiger Bauzeit wieder eröffnet und gleichzeitig in Anlehnung an den 2005 verstorbenen Mentor des Hagener Mädchen- und Damenbasketballs, Wolfgang Witt, in Öwen-Witt-Sporthalle umgetauft.

Sonntag, 17. Mai: Der Schützenverein Hohenlimburg 1834 begeht mit einem Festakt im ehemaligen Rathaus von Hohenlimburg das 175-jährige Bestehen.

Montag, 25. Mai: Auf dem Parkplatz am Ischeland beginnt der Bau eines Parkhauses für das neue Westfalenbad und die Ischelandhalle mit 400 Plätzen. Die Baukosten betragen rund zwei Millionen Euro.

Donnerstag, 28. Mai: Jürgen Gonsorowski wird für sein langjähriges soziales Engagement, insbesondere für den Stadtteil Helfe, mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik ausgezeichnet.

Samstag 30. Mai: Die für rund 18 Millionen Euro erstellte Brücke am Bahnhof in Hohenlimburg wird feierlich eröffnet. Gleichzeitig wird der Bahnübergang Herrenstraße dauerhaft geschlossen.
Bei der Europameisterschaft im Kanuslalom im englischen Nottingham gewinnt die Hohenlimburgerin Jennifer Bongardt an der Seite von Melanie Pfeifer (Augsburg) und Jasmin Schornberg (Hamm) die Bronzemedaille mit der deutschen Kajakmannschaft.

Donnerstag, 4. Juni: Nachdem der Stadtmarketingverein ins Visier der Staatsanwaltschaft wegen Unregelmäßigkeiten im Zahlungsverkehr gerückt ist und drohende Rückzahlungen in sechsstelliger Höhe an die Stadt Hagen drohen, entscheidet der Vorstand des Stadtmarketing Hagen e.V. Insolvenz anzumelden.

Freitag, 5. Juni: Über dem Neubau des 30 Millionen Euro teuren Westfalenbades weht der Richtkranz.

Samstag, 6. Juni: Im kleinen Finale um die deutsche Wasserballmeisterschaft unterliegen die Damen des Hohenlimburger SV mit 9:12 bei der SG Neukölln und müssen sich mit Platz 4 bescheiden.

Sonntag, 7. Juni: Bei der Europawahl entfallen in Hagen 34,2 Prozent der Stimmen auf die CDU, 29,4 Prozent auf die SPD, 10,9 Prozent auf die FDP, 10,7 Prozent auf Bündnis 90/Die Grünen sowie 5,5 Prozent auf die Die Linke. Die Wahlbeteiligung liegt bei gerade einmal 33,9 Prozent.
Im Stadtmuseum Hagen beginnt die Ausstellung „Und sie werden nicht mehr frei “, die sich mit der Jugend im Nationalsozialismus beschäftigt.

Montag, 8. Juni: Dietmar Helm, 2. Vorsitzender des Stadtsportbundes, langjähriger Manager der Wasserball-Nationalmannschaft, wird mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Freitag, 12. Juni: Inge und Klaus Ehlers, die maßgeblich den Aufbau und die Entwicklung des AllerWeltHauses geprägt haben, werden mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Sonntag, 14. Juni: Jessica Urbanski vom TSV Hagen 1860 und der Gehörlosen-Sportgemeinschaft Hagen sowie die Moderne Fünfkämpferin Janine Kohlmann (Neuss) werden mit dem mit 5000 Euro dotierten Jugendförderpreis der Ruhrolympiade ausgezeichnet.

Freitag, 19. Juni: Die Stadt Kouvola kündigt zum Jahresende die seit 1973 bestehende Städtepartnerschaft mit Hagen. Hintergrund ist eine Gebietsreform in Finnland, die dazu führte, dass Kouvola mit fünf weiteren ehemals selbstständigen Städten zusammengelegt wurde.

Dienstag, 23. Juni: Fritz-Werner Körfer, Gründer des Kulturrings und langjähriger Leiter des Hagener Kammerorchesters, verstirbt im Alter von 84 Jahren.

Donnerstag, 26. Juni: Der Rat der Stadt Hagen beschließt in Sparpaket in Höhe von rund 90,5 Millionen Euro. Davon entfallen rund 33 Millionen Euro auf den Personalbereich, wo mittelfristig 750 Stellen eingespart werden sollen.
Adolf Hoch, ehemaliger Pressesprecher der Stadt Hagen, ehemaliger Vorsitzender des Arbeiter-Samariter-Bundes, wird mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Die zweite Jahreshälfte folgt am Samstag, 2. Januar 2010.