Vorhaller Herren vorbereitet

Hagen/Herdecke. (gö) Viele Urkunden besitzt er schon, auch etliche Pokale schmücken sein Heim in der Herdecker Ladestraße. Zuletzt verteidigte er seinen Einzel-Titel bei den EN-Kreismeisterschaften erfolgreich. Und dennoch ist sein Hunger nach Erfolgen noch nicht gestillt. Die Rede ist von Tennisspieler Wolfgang Wachenfeld, der mit den Herren 55 der SG Vorhalle 09 ab Mai in der Regionalliga um Punkte kämpft.

Die Aufstiegsmannschaft der SG Vorhalle (v.l.): Wolfgang Wachenfeld, Hans-Bernd Berger, Klaus Rost, Rolf Groth, Udo Rummenhohl, Burkhard Schulz, Heinz-Walter Freitag. Sie werden zusammen mit Neuzugang Achim Goschau Anfang Mai in der höchsten deutschen „Herren 55“-Spielklasse an den Start gehen. (Foto: Wochenkurier)
Die Aufstiegsmannschaft der SG Vorhalle (v.l.): Wolfgang Wachenfeld, Hans-Bernd Berger, Klaus Rost, Rolf Groth, Udo Rummenhohl, Burkhard Schulz, Heinz-Walter Freitag. Sie werden zusammen mit Neuzugang Achim Goschau Anfang Mai in der höchsten deutschen „Herren 55“-Spielklasse an den Start gehen. (Foto: Wochenkurier)

„Ich will einmal Deutscher Meister werden“, sagt das Sprachrohr und der gute Geist der Mannschaft. Augenzwinkernd? Nicht ganz. „Man muss sich Ziele setzen“, unterstreicht der 58-jährige Vertreter seine Ambitionen. „Ob man sie dann erreicht, steht auf einem anderen Blatt“, schränkt der zweifache Familienvater ein.

Kleines Wunder

Dass das Team aus Funckenhausen überhaupt die Tennis-Regionalliga erreichte, grenzte schon an ein kleines Wunder. „Immerhin ist es die höchste deutsche Spielklasse in unserer Altersklasse“, sagt „Wachi“ mit berechtigtem Stolz. Perfekt wurde sie im Vorjahr durch einen sensationellen Erfolg in der Relegation, die nach nur einer Niederlage gegen Mauritz Münster (4:5) notwendig wurde. Mit einem nie erwarteten 6:3-Sieg riss das Team den hoch gehandelten SuS Oberaden aus allen Träumen.

„Der Klassenerhalt wäre schon ein Riesenerfolg für uns“, sieht der ehrgeizige Wolfgang Wachenfeld aber auch die harte Realität. Acht Mannschaften gehen auf Punktehatz, drei steigen ab. Eine enorm hohe Quote.

Klarer Außenseiter

Am 2. Mai geht´s bereits los, bei SW Essen. Nur eine Woche später – am 9. Mai – erscheint der amtierende Deutsche Meister ET 48/10 Essen in Vorhalle. „Dann hoffen wir auch auf große Zuschauerunterstützung“, sagt Vereins-Vorsitzender Peter Noepel.

Gut vorbereitet sehen sich die „Herren 55“ jedenfalls. Der Herdecker Rückhand-Spezialist selbst sammelte schon ein wenig Sandplatzerfahrung vor Ostern bei einem Tennis-Camp auf Mallorca mit Akteuren aus Gevelsberg, Hagen, Wuppertal und Wetter. Und ein Großteil des Vorhaller Regionalliga-Teams bereitete sich zudem im türkischen Manavgat auf die Saison vor. Im Tennis-Eldorado „Ali Bey“ absolvierten die Spieler ein intensives, achttägiges Training. „Zwei Stunden vormittags, zwei am Nachmittag. Von nichts kommt nichts“, sagt Mannschaftsführer Heinz-Walter Freitag, amtierender EN-Kreismeister und Bezirksmeister, der kürzlich an der DM der Senioren 60 in Bad Neuenahr an den Start ging und sogar die 2. Runde erreichte.

Kleiner Kader

Erschwerend kommt für die SG Vorhalle 09 allerdings hinzu, dass sie nur einen kleinen Kader besitzt. Das Aufstiegsteam blieb zwar unverändert. „Aber wir müssen schon ziemlich verletzungsfrei bleiben, wenn wir bestehen wollen“, weiß auch Rolf Groth als Nr.1, der mit einer makellosen Bilanz von 6:0 in der vergangenen Sommer-Saison wesentlich zum Aufstieg beitrug. Neben ihm wollen Heinz-Walter Freitag, Burkhard Schulz, Wolfgang Wachenfeld, Klaus Rost, Hans-Bernd Berger, der unverwüstliche Udo Rummenhohl und Neuzugang Achim Goschau (vom TC Herdecke) das „Unternehmen Regionalliga“ angehen – und ein Wunder vollbringen…