„Warum ich Nazi wurde“: Sven Söhnchen liest vor

Hagen. Vor wenigen Wochen erschien im Berlin-Story-Verlag ein Buch mit den Biografien früherer Nationalsozialisten. Über 600 Menschen folgten 1934 einem Preisausschreiben des amerikanischen Professoren Theodore Abel und fixierten schriftlich ihre Gründe, welche sie damals veranlasst hatten, sich den Nazis anzuschließen.

Der Journalist Wieland Giebel hat die Schreiben aufbereitet und zu einer Zeit veröffentlicht, in der weltweit erneut zunehmend der Wunsch nach einer starken Führung, einem Führer, zu verzeichnen ist. Die Vorstellungen der Menschen in der damaligen Zeit zeigen Verbindungen zur heutigen Zeit auf.

Der Berliner Giebel hat als Herausgeber des Buches sein Einverständnis für Lesungen in der heimischen Region durch den Hagener SPD-Ratsherrn Sven Söhnchen gegeben. Dieser präsentiert nunmehr Auszüge aus der 900 Seiten umfassenden Briefsammlung in mehreren Lesungen in Hagen und Umgebung. Den Auftakt macht er am morgigen Sonntag, 30. September, um 17 Uhr im Emster Awo-Kulturhof, Auf dem Kämpchen.
Begleitet wird Söhnchen von Celina Arens (Querflöte) und Sokhu Jung (Klavier). Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für die Musiker wird gebeten.

Weitere Termine können vereinbart werden in Gesprächskreisen, bei Parteien, Sozialverbänden, Gemeinden, Hausfrauenkreisen, an Schulen – oder an weiteren demokratischen Orten.