Was schützt vor Grippe?

EN-Kreis. Der Herbst lässt grüßen und zeigt sich von seiner
goldenen Seite. Doch das schöne Wetter täuscht, denn die nächste Grippewelle
steht uns bevor – mit Husten, Schnupfen und Fieber. Gewöhnlich rollt sie nach
dem Jahreswechsel über Deutschland. Wen es erwischt, bei dem steigt innerhalb
weniger Stunden die Körpertemperatur, Muskeln und Gelenke beginnen zu schmerzen,
ein trockener Husten und bohrende Kopfschmerzen kommen hinzu.
Anstecken kann sich jeder, auch völlig gesunde Menschen. Helfen kann eine
rechtzeitige Schutzimpfung. Der beste Zeitpunkt dafür ist von Oktober bis
November. „Es dauert ungefähr zwei Wochen, bis der Impfstoff seine volle Wirkung
entfalten kann“, meint Lothar Simons, Bezirksdirektor der
Barmenia-Versicherungen aus Wuppertal. Ausgelöst wird die Erkrankung durch
Influenza-Viren. Es gibt insgesamt drei verschiedene Virusstämme, die sich
ständig verändern. Deshalb werden jedes Jahr neue Impfstoffe entwickelt, je
nachdem, welcher Virustyp gerade kursiert.
„Die Grippeimpfung ist im Allgemeinen gut verträglich“, sagt Simons. Ältere
Menschen und chronisch Kranke sollten ihren Impfschutz jährlich erneuern lassen.
Auch Schwangeren wird eine Impfung empfohlen. Für diese Risikogruppen ist die
Erkrankung besonders gefährlich. Es gibt zwar Medikamente, die das Virus
eindämmen – sie sollen aber nur in den ersten zwei Tagen angewendet werden und
haben häufig erhebliche Nebenwirkungen. Im Anschluss muss der Körper die Erreger
aus eigener Kraft bekämpfen. Selbst eine unkomplizierte Grippe dauert fünf bis
sieben Tage. Danach ist die Atemwegsschleimhaut besonders anfällig für
Folgeerkrankungen. Diese verlaufen häufig schwerer als die eigentliche Grippe.

Händewaschen schützt
Neben einer Impfung können einfache Verhaltensregeln das Risiko einer
Ansteckung mindern. Der Grippe-Erreger wird beim Sprechen und Husten übertragen
oder durch direkten Hautkontakt, etwa beim Händeschütteln. Sogar an der Luft
überlebt er mehrere Stunden. Berührt man mit den eigenen Händen das Gesicht, die
Nase oder den Mund, macht man es den Viren besonders einfach, sich in den
Schleimhäuten einzunisten. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen unterbricht
diesen Übertragungsweg. Wer sich zudem gesund ernährt und auch im Winter
regelmäßig frische Luft tankt, ist gegen die Grippe bestens gewappnet.