Was wächst denn da?

Hochbeete dank helfenden Händen

Astrid-Lindgren-Grundschule in Eilpe
Wer will fleißige Handwerker sehen? In der Astrid-Lindgren-Grundschule in Eilpe werkeln zur Zeit Eltern, Lehrer und natürlich Schüler an Hochbeeten.(Foto: Anja Schade)

Eilpe. Die Schulklingel hat schon längst den Feierabend eingeläutet, doch leer ist der Schulhof an der Astrid-Lindgren-Schule in Eilpe keinesfalls. Hinter den Pavillonräumen der Klassen 2a und 2b tummeln sich noch zahlreiche Schüler, Lehrer und Eltern. Und auf dem Stundenplan steht etwas ganz Praktisches: der Bau von Hochbeeten.

„Der schmale Streifen hinter dem Gebäude war uns schon lange ein Dorn im Auge“, erklärt Klassenpflegschaftsvorsitzende Erla Saure. Das Grundstück war verwildert, mit Büschen und Unkraut bestückt. Warum hier nicht alles ein bisschen aufhübschen und gleichzeitig etwas Nützliches anlegen? Da die Ecke recht dunkel ist und auch der Boden nicht viele Möglichkeiten hergibt, waren Hochbeete eine ideale Lösung.

Dass Schule und auch alle Eltern von der Idee so begeistert waren und das ganze ein Selbstläufer wurde, damit rechnete am Anfang keiner. Doch jeder engagierte sich auf seine Weise: Der eine besorgte Europaletten für die Beete, der andere das Werkzeug, wieder andere kümmerten sich um die Anlieferung der Pflanzerde, die die Kompostieranlage in Hagen zur Verfügung stellte.

Viele fleißige Hände

Und alle gemeinsam packten sie an, denn Arbeit gab es wahrlich genug: „Zunächst haben wir die Wildnis beseitigt“, erklären Erla Saure und die stellvertretende Schulleiterin Daniela Scheuermann. Auf dem gemeinsamen Herbstfest der Klassen konnte man dann viele kleine und große fleißige Handwerker sehen, die die ersten Beete zusammensetzten und mit Erde befüllten.

Die Grundschüler waren mit Feuer und Flamme dabei, hielten die Schrauben, brachten eine Schubkarre nach der anderen mit Erde. „Genau das war eines unserer Ziele“, freuen sich die Organisatorinnen.

Gemeinschaft stärken

„Wir wollten mit dieser Aktion auch das Gemeinschaftsgefühl stärken.“ Das Projekt fügt sich in den Unterricht ein. „Ganz praktisch können die Kinder das ganze Jahr über erleben, wie Pflanzen sich entwickeln.“ Geplant sind neben der Bepflanzung von Blumen auch der Anbau von Gemüse wie Tomaten oder Kartoffeln.

Dass die Anlage gepflegt werden muss, ist selbstverständlich. „Dann gibt es zum Kakao-, Tafel- oder Austeildienst eben noch den Gartendienst“, schmunzelt Daniela Scheuermann. Nutzen können den kleinen Garten übrigens alle Klassen zur Erweiterung des Sachunterrichts.
Auch eine Einbindung in den Kunstunterricht ist denkbar, denn die Holzbeete könnten noch ein bisschen Farbe und Verzierung vertragen.

Ohne Eltern geht es nicht

„Ohne Eltern“, freut sich Daniela Scheuermann, „wäre eine solche Aktion nicht möglich gewesen.“ Wie in vielen anderen Bereichen auch, in denen Eltern an der Astrid-Lindgren mithelfen. Der Förderverein der Schule unterstützt seit Jahren finanziell, Mütter und Väter sind als Lesehelfer im Einsatz, beim Waffelbacken, in der Büchereiausleihe oder diversen anderen Veranstaltungen.

Jetzt soll erst einmal das Projekt Hochbeete zu Ende gebracht werden. Und die Grundschule freut sich, wenn nicht nur aus der Erde die ersten Pflänzchen sprießen, sondern auch die Schulgemeinschaft durch diesen Elterneinsatz weiter wächst.