Wegweiser: Aktiv gegen salafistische Gewalt

Wegweiser: Aktiv gegen salafistische Gewalt
Meinolf Remmert ist für das Wegweiserteam verantwortlich.(Foto: as)

Iserlohn/Hagen. (pmk) Das Präventionsprogramm Wegweiser des NRW-Innenministeriums nimmt im Märkischen Kreis, Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis seine Arbeit auf. Bei „Wegweiser“ handelt es sich um ein Programm, das den Einstieg von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den gewaltbereiten Salafismus verhindern will. Es soll mögliche Radikalisierungsprozesse bei Jugendlichen und jungen Heranwachsenden bereits in ihren Anfängen verhindern helfen.

Beratung bei der Awo

Dieses Programm wurde vom Ministerium des Inneren in NRW bereits in 15 anderen Kommunen im Land initiiert und nimmt ab sofort die Arbeit auch in Hagen auf, wie die Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Unterbezirk Hagen-Märkischer Kreis mitteilt.

Der Wohlfahrtsverband hat viel Erfahrung in der Beratungsarbeit – und hier vor allem in der Migrationsarbeit. Die Awo war bereits vor 15 Jahren mit einer der ersten Integrations­agenturen im Land NRW ausgestattet worden und wurde nun als Träger des Programms Wegweiser ausgewählt. Neben dem Betrieb von Kliniken, Altenzentren, Beratungsstellen und Kindertageseinrichtungen zählt die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer, Jugendmigrationsdienste und viele Integrationskurse für die unterschiedlichsten Gruppen zum Angebot der Awo. „Wir sind sehr froh, dass die Entscheidung getroffen wurde, unseren Verband mit dieser spannenden Aufgabe zu betrauen, und wir trauen uns diese Aufgabe durchaus zu“, sagt Geschäftsführerin Buchholz.

Individuelle Beratung von Jugendlichen, Eltern, Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und weiteren Ratsuchenden und Interessierten sind im Programm Wegweiser ein wesentlicher Schwerpunkt. Dabei steht die direkte Beratung vor Ort im Mittelpunkt.

Veränderungen bei Jugendlichen

„Vertraulich, individuell und lösungsorientiert wird die Beratung sein“, sagt Susanne Jakoby, Betriebsleiterin des Bereiches Bildung, Beruf und Migration. „Sie richtet sich vor allem an Angehörige und Personen, die Probleme beobachten und Veränderungen bei den jungen Menschen feststellen“, sagt Jakoby.

Die Information und Beratung von Schulen, sozialen Einrichtungen, Moscheevereinen und Behörden sind der zweite Schwerpunkt im Programm Wegweiser. Dazu sind Vorträge, Workshops und Informationsveranstaltungen geplant, die Kooperation mit Partnern ist gerne gesehen und soll zu möglichst flächendeckenden Angeboten führen.

Größe der Region ist Herausforderung

„Ganz konkret beginnt in diesen Tagen die Vernetzung mit möglichen Partnern, dabei ist die große Region, neben der Stadt Hagen werden der Ennepe-Ruhr-Kreis und der Märkische Kreis bedient, eine echte Herausforderung. Werbung und Information zu Wegweiser und natürlich erste Beratungen bilden die konkrete Arbeitsplanung für die nächsten Monate“, sagt Meinolf Remmert, der die drei Mitarbeitenden des Wegweiserteams, zwei Frauen und ein Mann, verantwortlich begleitet.

Das Büro Wegweiser ist in Hagen, Bergischer Ring 7 erreichbar: Tel. 02331 / 9346980, Fax 02331 / 9347668, E-Mail wegweiser@ha-en-mk.de und im Internet auf der Seite www.wegweiser-ha-en-mk.de.

Montag und Mittwoch von 9 bis 11.30 Uhr und Donnerstag von 14 bis 15.30 Uhr sind Mitarbeitende dort telefonisch zur Beratung oder Terminvereinbarung zu erreichen.