Wehrmachtswaffen am Ufer der Ruhr gefunden

Gerrit Köppel (l) und Marcel Engel, Angler aus Garenfeld, fanden am Ruhrufer in Westhofen unweit des Wehrs zahlreiche Waffenreste. Alte Wehrmachtsbestände wurden offenbar zum Kriegsende in der Ruhr entsorgt. (Foto: NO)

Westhofen. (NO) Diesen Fang macht man nicht alle Tage: Waffenreste offenbar aus Wehrmachtsbeständen fanden in dieser Woche zwei Angler aus Garenfeld am Westhofener Wehr unterhalb des Bereichs, wo der Ruhrtalradweg in die Hagener Straße mündet.

Normalerweise liegt die steile und schwer zugängliche Uferböschung unter Wasser, aber Arbeiten am Wehr hatten ein Absenken des Wasserpegels der Ruhr notwendig gemacht. Dadurch kamen die alten „Knarren“, allesamt natürlich verrostet, aber als solche noch gut erkennbar, wieder ans Tageslicht.

„Die Waffen wurden offenbar zum Kriegsende in Kisten gepackt und im Abstand von jeweils einigen Metern am Ruhrufer versenkt“, mutmaßt Marcel Engel (30), einer der Finder. Diese Einschätzung wird von einem alteingesessenen Westhofener bestätigt. Das wüsste man schon seit Jahrzehnten.

Marcel Engel und sein Angler-Kumpel Gerrit Köppel (24) reihten die Fundstücke – vor allem Teile von Karabinern, aber wohl auch Reste von Panzerfäusten – säuberlich am Wegesrand auf. Feuerwehr und Kampfmittelräumdienst rückten an – und waren vom Ordnungssinn der Garenfelder nicht sonderlich begeistert. Denn auch wenn die Waffenreste verrostet sind und von Experten als harmlos eingestuft wurden, ist beim Hantieren damit dennoch Vorsicht geboten. Der Kampfmittelräumdienst tauchte jedenfalls am späten Mittwochnachmittag sicherheitshalber nochmals am Fundort auf.

Für den Bereich Ordnung der Stadt Schwerte ist die Angelegenheit abgeschlossen. Hinsichtlich des Altwaffenfunds an der Ruhr liege keine Gefährdung vor, es seien auch keine weiteren Maßnahmen zu veranlassen.