Weihnachtskrisen – letzter Teil

Hagen. (nic) Heute folgt der letzte Teil unserer kleinen wk-Serie „Weihnachtskrisen – und was ich besser beachten sollte“.

Besinnlich sollen sie sein – die festlichen Tage, deshalb starten wir gleich mit einer heiklen Frage:

Darf Politik ein Thema unterm Christbaum sein?

Auch dem beherrschten Zeitgenossen kann bei politischen Fragen schon einmal der Hut hochgehen. Und doch wird gerne innerhalb der Familie über die aktuellen Themen gesprochen, ob Eurokrise, Diätenerhöhung oder Guttenberg-Dauerbrenner – die Meinungen sind vielfältig, und in der Hitze der Diskussion ist der Weihnachtsfrieden schnell dahin. Sollten politische Themen besser vermieden werden unterm Tannenbaum?

„Mit ’Politik“ umschreiben wir all die Dinge, die unser Gemeinwesen und unser Zusammenleben betreffen. Insofern ist der Mensch stets und unentwegt ein politisches Wesen, und dies selbstverständlich auch an den Festtagen – ob er will oder nicht. Selbst die Frage, ob und wie ich Weihnachten feiere, ist letztendlich sogar eine politische Frage. Was unterm Tannenbaum sicherlich außen vorbleiben sollte, ist parteipolitisches Gezänk. Und wenn es doch mal zu einer entsprechenden Diskussion kommen sollte, bleibt bei alledem – wie unter Demokraten immer üblich – eins wichtig: Toleranz!“ (Michael Eckhoff, wk-Chefredakteur)

Ein kleiner Tipp: Wenn alles doch einmal intolerant aus dem Ruder läuft, schnell den Weihnachtspunsch ausschenken.

Ein Weihnachtsfest ohne selbstgebackene Plätzchen – geht das?

„In der Weihnachtsbäckerei, gibt’s so manche Leckerei….“: Was gibt es Schöneres, als den Duft von frisch gebackenen Plätzchen im Haus. Vanillekipferl, Ausstechplätzchen und Spritzgebäck schmecken Alt und Jung. Was ist aber, wenn sich die Hausherrin weigert, den lieben langen Tag zwischen Teig, Knetrolle und Backblech zu verbringen, weil sich der Rest der Familie erfahrungsgemäß schon nach einer halben Stunde aus dem (Mehl-)Staub macht? Geht Weihnachten auch ohne Kokusmakronen? Eine Idee wäre es, die Backaktion gemeinsam mit einer Freundin durchzuführen. Oder man spannt die Oma ein, die ihre alten Familienrezepte an die Enkel weitergibt. Weihnachten ohne Weihnachtsplätzchen – geht das?

„Ganz eindeutig: Ja! Da ich vollzeit berufstätig bin, habe ich es in diesem Jahr nicht geschafft, Weihnachtsplätzchen zu backen. Das heißt aber nicht, dass ich mich nicht darüber freue, wenn ich welche geschenkt bekomme. Am schönsten ist es, dass sich die Familie trifft, ganz egal ob mit oder ohne selbstgebackene Plätzchen.“ (Andrea Steffes, Leiterin Hagen Medien/Stadtbücherei)

Darf ich zugeben, dass ich mich auf die Festtage freue?

Wir kennen sie alle, die Griesgrämigen und Genervten, die schon Wochen vorher über das oppulente Weihnachtsessen meckern, über Tante Grete herziehen, die ihren Besuch angekündigt hat, die sich über die Weihnachtslieder beschweren und insgesamt kein gutes Haar am Weihnachtsfest lassen. Wie begegnet man solch gestressten Mitmenschen, wenn man sich selbst sehr auf die Festtage freut?

„Mit Gelassenheit. Ich genieße das Weihnachtsfest mit all seinen Bräuchen und freue mich darauf, Zeit mit meiner Familie zu verbringen, die in diesem Jahr einmal vollständig zu Hause und nicht in der großen, weiten Welt verstreut ist. Diese Vorfreude möchte ich mir auch nicht nehmen lassen und zeigen dürfen. Jedem das seine.“ (Nicole Stember, wk-Redaktion)

Wir wünschen unseren Lesern ein frohes, besinnliches und vor allen Dingen krisenfreies Weihnachtsfest mit vielen harmonischen Momenten unterm Tannenbaum – ganz im Sinne der Weihnacht…