Weinfest im Markus-Gemeindehaus

Hagen. (anna) Vor dem evangelischen Gemeindehaus der Markuskirche auf dem Ischeland werden sich in wenigen Tagen wieder etliche Rebensaftfreunde oder Feinschmecker einfinden. Denn die evangelisch Stadtkirchengemeinde lädt erneut zum großen Weinfest ein.

Das Weinfest am Markus-Gemeindehaus – postalisch: Rheinstraße 27 – hat inzwischen schon eine gewisse Tradition: Am kommenden Samstag, 28. Juni 2014, steht es bereits zum 9. Mal auf dem Terminkalender. Die erste Flasche Wein, geliefert aus der Pfalz, wird um 17 Uhr entkorkt.

Tieferer Sinn

Wenngleich das Motto „Trinken, Essen, Spaß, Musik“ heißt, so wird doch nicht „einfach nur“ Party gemacht. Die Veranstaltung birgt einen tieferen Sinn: Der Erlös kommt den Kindern des von katholischen Schwestern geleiteten Aids-Waisenhauses „St. John’s Care Center“ im südafrikanischen Städtchen Barberton zu Gute. Die Eltern dieser Kinder sind an Aids verstorben. Würde es nicht das St.-John’s-Center geben, würde sich niemand um die Dötze kümmern. Obendrein gibt es kaum staatliche Unterstützung – man ist deshalb auf Spenden aus der „Ersten Welt“ angewiesen.

„Das Aids-Waisenhaus betreut Kinder im Alter von 1 bis 15 Jahren. Das Durchschnittsalter beträgt sieben Jahre. Die meisten Kinder sind HIV-positiv“, weiß Mit-Organisatorin Ulrike Fasel. In Südafrika leben mehr Menschen, die an Aids erkrankt sind, als in jedem anderen Land der Welt. Schätzungsweise sind es 5,6 Millionen Südafrikaner, die infiziert sind. Jährlich sterben 400.000 Menschen in diesem Land.

Tolle Idee

Reinerlöse wie im letzten Jahr in Höhe von 2.500 Euro und mehr waren in der Vergangenheit keine Seltenheit. Und das Schöne: das Geld ging nahezu 1:1 direkt ans Waisenhaus. Dafür hat bislang immer die Stadtkirchengemeinde gesorgt. „Eine tolle Idee, die Freude und Verantwortung miteinander verbindet“, betont Ulrike Fasel.

Die Idee zum Weinfest stammt von der Familie Fasel aus der Siegstraße, die mit der Projektgruppe, Freunden und Verwandten die ganze Organisation gestemmt hat und immer noch stemmt: Vom Wein über die Waffel- und Schmalzstullen-Produktion bis hin zum Auf- und Abbau von Zelten, Kühlschränken und Biertischen.

Neben Ulrike Fasel und unterschiedlichen Pfarrern waren es vornehmlich Ulrike Wegner, Heike Hasenberg, Mechthild Würbel, Ute Eigner-Ecks, Burkhard Huwald, Otfried Michel, Christine Fasel, Jan Fasel und Noelia Landro, die sich auf dem Ischeland mächtig ins Zeug gelegt haben. Am Samstag hoffen sie allesamt wieder auf etliche Gäste und Freunde, damit sich am Ende des kommenden Wochenendes erneut viele „Euronen“ im „Klingelbeutel“ befinden…