Wenn Ältere nur noch „Sand im Getriebe“ sind …

Hagen. (Red./AnS) „Sand im Getriebe“: Ältere haben es nicht immer einfach. Vor allem nicht am Arbeitsplatz. Da gelten sie oft als nicht mehr leistungsfähig genug. Ihre Vermittlung ist häufig schwierig. Manche scheitern, weil es ihnen am Selbstbewusstsein mangelt. Andere sind gesundheitlich nicht „auf der Höhe“. Wie kann man hier etwas ändern? Hin und wieder hilft das Theaterspiel weiter…

Seit Ende Mai blicken engagierte Menschen der Altersgruppe „50plus“ – allesamt mit unterschiedlichsten Biografien – mit Hilfe eines Theaterprojekts gestärkt in die Zukunft, unterstützt vom Hagener Job-Center.

Nach Monaten mit etlichen Proben rückt die Aufführung des Stücks jetzt in greifbare Nähe. Die Premiere findet am Donnerstag, 7. November 2013, um 19 Uhr in den Räumlichkeiten des Werkhofs Hohenlimburg, Herrenstraße 17, statt. Weitere Aufführungen sind am 12. und 13. November 2013 geplant, ebenfalls um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Von der Idee über die Planung bis zur Umsetzung einer Inszenierung – alle Etappen, die eine Bühnenproduktion beinhalten, werden hier in Teamarbeit verwirklicht. In der Theaterarbeit setzen sich die „Experten des Lebens“ mit ihren beruflichen und gesellschaftlichen Herausforderungen auseinander. „Das Theater bietet hierfür eine Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten. Es gibt persönliche Impulse und ermöglicht ein hohes Maß an persönlicher Weiterentwicklung und Erfahrung“, sagt Theaterpädagoge und Regisseur Till Stauffer. „Mut und Visionen entstehen und tragen zu einer stabilen Basis bei.“ Die Teilnehmer des Projektes haben fünf Monate diese Prozesse erlebt und durchgemacht.

Selbstbestimmung oder Schicksal?

Till Stauffer entwickelte und steuerte gemeinsam mit Hans Thannheiser und Heinrich Müther-Scholz vom Verein „Culture for Development“ (deutsch: „Kultur für Entwicklung“) diese Arbeitsschritte. „Wir blicken tief hinter die zentrale Frage, die zwischen Selbstbestimmung und Schicksal liegt.“ Warum ist man gescheitert, warum war man auf Irrwegen? Wie kann’s weitergehen?

Diese neuartige, am Menschen orientierte Arbeit ist dem Ü50-Team vom Jobcenter Hagen unter Leitung von Projektkoordinator Volker Klein wichtig. „Wir sehen hierin eine Unterstützung, Menschen, die älter als 50 Jahre alt sind, neue Impulse zur Entwicklung zu bieten.“ Das Projekt wird unterstützt und gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen des Bundesprogramms „Perspektive 50Plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“. Auf Grundlage eines Konzepts der Kulturorganisation „Culture For Development“ haben sich übrigens der Verein und drei weitere große Bildungsträger Hagens zusammengefunden.

Die wk-Leser sind zu den drei Aufführungen am 7., 12. und 13. November in den Werkhof eingeladen. Für das Theaterstück sind Freikarten u.a. beim Werkhof Hohenlimburg erhältlich. Kartenreservierungen werden per Mail unter info@culture-4d.com entgegengenommen.