Wenn der Giersch den Garten im Griff hat…

Was tun, wenn der Giersch den Garten fest im Griff hat? Soll man zur Chemie-Keule greifen? - Am wochenkurier-Lesertelefon geben am Donnerstag, 24. Mai, Experten den heimsichen Gärtnern Rat. (Foto: Neudorff)

Hagen. (Red) Die Botanik kennt keine Unkräuter – erst der Blick des Menschen macht eine Pflanze dazu: Sie wächst zur falschen Zeit am falschen Ort. Und kann den engagierten Gärtner dabei richtig ärgern. Unkräuter konkurrieren mit Kulturpflanzen um Wasser, Nährstoffe und Licht. Sie sind wuchsstark und können sich durch Samen oder unterirdische Ausläufer so stark ausbreiten, dass die erwünschten Pflanzen regelrecht verdrängt werden. Was also tun, wenn Ackerschachtelhalm oder Giersch die Beete entern? Jäten, Mulchen und der gezielte Einsatz von Unkrautmitteln… – das sind meist die Maßnahmen, die dem Gärtner gegen das ungeliebte Grün zur Verfügung stehen. Wie Sie dabei richtig vorgehen, ohne die Umwelt zu belasten, das wissen die Experten an unserem kostenfreien Lesertelefon.

Die Experten am wk-Lesertelefon: Sabine Klingenhöfer, Ingos Schlieder, Johannes Freiling und Thomas Heß (Fotos: PR-NRW)

Kleine Unkrautkunde

Gärtner sollten wissen, wie häufige Unkräuter aussehen: Wird aus dem zarten Spross im Boden die gewünschte Pflanze – oder ist ein ungebetener Gast dabei, sich neues Territorium zu erobern? Die für die Bekämpfung wichtigste Unterscheidung ist dann: Samen- oder Wurzelunkraut? Samenunkräuter sind meist einjährig und vermehren sich über Samen. Wurzelunkräuter sind häufig mehrjährig, die hauptsächliche Vermehrung erfolgt über unterirdische Ausläufer und die Wurzelorgane. Samenunkräuter wie Vogelmiere oder Sauerklee können vor der Samenreife problemlos abgehackt werden, bei Wurzelunkräutern wie Giersch oder Ackerschachtelhalm müssen die Wurzeln komplett ausgegraben werden, sonst treiben diese Arten wieder aus.

Unkraut vorbeugen und richtig bekämpfen

Wer verhindern will, dass sich Unkräuter überhaupt erst ansiedeln, kann den Boden zwischen den Kulturpflanzen mit Mulch bedecken – oder alternativ Bodendecker pflanzen. Denn Unkräuter treiben am leichtesten auf unbedecktem Boden aus. Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, schaffen Unkrautvernichtungsmittel Abhilfe. Hier ist gut beraten, wer den Wirkstoff mit Bedacht wählt: Das Mittel sollte gut wirken ohne die Umwelt zu belasten – also biologisch abbaubar sein, Nützlinge nicht schädigen und für Haustiere unbedenklich sein.

Kompetent und kostenfrei: Expertenrat am Telefon

Kann ich Unkräuter auf dem Kompost entsorgen? Welches sind geeignete Mulch-Materialien? Mit Mulch im Gemüsebeet habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Was eignet sich hier zur Bodenabdeckung? Sind Unkrautvernichtungsmittel überhaupt mit naturgemäßem Gärtnern zu vereinbaren? Welche Mittel sind bei „Problemunkräutern“ wie Giersch oder Ackerschachtelhalm besonders geeignet? Diese und alle weiteren Fragen zum Thema „Unkraut im Garten“ beantworten Ihnen unsere Experten am kostenfreien Lesertelefon: Sabine Klingelhöfer; Dipl-Ing. für Gartenbau (Öffentlichkeitsarbeit W. Neudorff GmbH KG), Thomas Heß, Gartenbauingenieur (Redakteur der GartenIdee); Ingo Schlieder; Gärtnermeister Fachrichtung Baumschule und selbstständiger „Gartendoktor“; sowie Johannes Treiling; Dipl.-Ing. für Gartenbau (Gartenberater beim Verband Wohneigentum NRW).

Rufen Sie an!

Am Donnerstag, 24. Mai 2012, steht Ihnen das Spezialisten-Kleeblatt von 10 bis 17 Uhr gern Rede und Antwort in Sachen Kraut und Unkraut unter der gebührenfreien Hotline 0800 / 5332211.